Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Rekordzahlen bei der Freiwilligen Feuerwehr

Richtfest und Einsatzzahlen machen Notwendigkeit im Stadtteil deutlich



Alle gemeinsam: So präsentierte sich der Stadtteil, der sich auf dem Richtfest zu „seiner“ Ronsdorfer Feuerwehr bekannt hat. Nun gilt es, noch 32.000 Euro für den Ausbau zu sammeln. (Foto: AS)

(Ro./AS) Noch sind die Kosten für den Neubau des Gerätehauses für die freiwillige Feuerwehr an der Talsperrenstraße nicht gänzlich gedeckt, trotzdem sind Förderverein und Löschzug optimistisch: Derzeit fehlen 32.000 Euro, um die neue Wagenhalle zu finanzieren, doch das scheint nach erfolgreichem Stapellauf des „BuildUp“-Projektes keine große Hürde mehr darzustellen, wie Klaus Bartsch, Vorsitzender des Fördervereins, am vergangenen Freitag mitteilte. Grund für den Optimismus war das feierliche Richtfest, zu dem Löschzug und Förderverein eingeladen hatten, um einen ersten Blick in die künftige Wagenhalle zu werfen.
Ausgerechnet an einem Freitag, dem 13., feierte man erstmals in der neuen Halle. Doch das Datum scheint kein böses Omen gewesen zu sein, wie schnell deutlich wurde: Bartsch dankte Wuppertals Dezernenten Matthias Nocke für sein Engagement: Er habe den Kontakt zur Jackstädt-Stiftung hergestellt und so eine Spende von 10.000 Euro generieren können. „Alle sind weiterhin aufgerufen, das Projekt zu unterstützen“, betont Matthias Dietrich von der freiwilligen Feuerwehr. Sein Appell richtet sich an Unternehmen, aber auch an Privatpersonen, denen die Zukunft der ehrenamtlichen Lebensretter in Ronsdorf am Herzen liegt. Dass die Feuerwehr im Quartier gebraucht wird, hat das vergangene Wochenende eindruckvoll gezeigt: Nach der Auslösung einer Brandmeldeanlage in einem Altenheim gab es einen Einsatz beim Brand im Industriegebiet am Erich-Hoepner-Ring. Hier brannten Gas- und Gefahrstoffe, die Flammen schlugen bis zu 30 Meter hoch. Fast zeitgleich ereignete sich ein folgenschwerer Verkehrsunfall an der Parkstraße, bei dem ein Sachschaden von 75.000 Euro entstand. Wenig später sorgte der mit Strohballen beladene Brand eines Traktors am Lichtscheider Kreisel für Aufregung bis in die Abendstunden – Sachschaden hier rund 10.000 Euro, Ampel und Asphaltdecke wurden durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen.
Was die Einsatzzahlen angeht, so verzeichnet der Ronsdorfer Löschzug neue Rekorde, denn im ersten Halbjahr 2018 rückten die freiwilligen Lebensretter bereits 300 mal aus – sonst zählte man 270 Einsätze über das ganze Jahr verteilt.
Mit 70 aktiven Mitgliedern ist der Löschzug die personalstärkste Freiwillige Feuerwehr auf Wuppertaler Stadtgebiet.         Zwar sei man mit den Mitgliedzahlen zufrieden, allerdings müsse man mit weiterem Personal dem erhöhten Einsatzaufkommen begegnen. Allein die Aktion „We Want You“ brachte den Ronsdorfern zehn neue Mitglieder, die im Notfall ihr Privat- und Berufsleben ausblenden, um im Quartier Leben zu retten. Die Plakataktion habe Bewusstsein für die Personalsituation bei der Freiwilligen Feuerwehr geschaffen, zieht Matthias Dietrich Resümee. Unter diesen Aspekten ist er zuversichtlich, dass der Stadtteil den weiteren Neubau des Gerätehauses fördern wird. „Wir wollen den Rohbau auf dem Feuerwehrfest im September präsentieren“, freut sich Dietrich.


Wieder Sperrung nach Wasserrohrbruch

Wuppertaler Stadtwerke müssen erneut an der Holthauser Straße arbeiten



(Ro.) Am Freitagmorgen kam es an der Holthauser Straße im Ronsdorf zu einem Defekt an einer Versorgungsleitung. Durch die austretenden Wassermassen wurden Teile der Fahrbahn unterspült. Im Bereich zwischen der Einmündung Breite Straße und An der Blutfinke ist die Straße bis auf Weiteres komplett gesperrt; Fußgänger können den Baustellenbereich passieren. Bei Redaktionsschluss konnten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) keine Angaben zu Umfang und Dauer der Baumaßnahme machen. Es wird damit gerechnet, dass Anfang der Woche der Schadensumfang der unterspülten Fahrbahn bekannt ist. Erst dann können Angaben zur Reparaturdauer gemacht werden. Die Buslinie 630 nutzt die inzwischen „gewohnte“ Umleitung. (Foto: AS)


Das doppelte Lottchen für Integration

„Willkommen in Ronsdorf“ hilft weiterhin den Flüchtlingen im Stadtteil



Ein „offenes Ohr“ für die Probleme der Migranten hat Jürgen Cziscke (li.) schon seit Jahren. (Foto: AS)

(Ro./AS) Manchmal ist es ein Kreuz mit der Namensfindung für ein Projekt: So geschehen bei der Benennung der zahlreichen Ehrenamtler, die sich unermüdlich an der Integration von Flüchtlingen in Ronsdorf beteiligen. Kurzum nannte man die Initiative  „Willkommen in Ronsdorf“ – an sich ist der Name schon Programm. Nur die Abkürzung „W.i.R.“ Führt immer wieder zu Verwechselungen mit der Interessengemeinschaft der Ronsdorfer Einzelhändler, Handwerker und Dienstleiter, die sich unter dem Pseudonym „Wir in Ronsdorf“ bereits 1997 zusammenschlossen, um den Stadtteil liebens- und lebenswert zu gestalten. Die Krux: Auch hier wird das Bündnis mit „W.i.R.“ abgekürzt.
Dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat, wird schnell klar, wenn man sich mit dem Ansinnen der Ehrenamtler von „Willkommen in Ronsdorf“ auseinandersetzt: Als 2015 die ersten Flüchtlinge in Ronsdorf ankamen, bildete sich ein Netz von Freiwilligen, das den Geflüchteten eine unbürokratische Hilfe ermöglichen soll. Die Aktivitäten und das Engagement richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund in Ronsdorf.
Die Initiative „Willkommen in Ronsdorf“ trifft sich an jedem 2. Freitag im Monat, um die Aktivitäten zu koordinieren. Vertreten in den Sitzungen sind Mitglieder aller Ronsdorfer Gemeinden, der Stadtverwaltung und Bürger, die sich aktiv einbringen wollen.
Dass es Bedarf an Hilfe gibt, verrät ein Blick in die Statistik der Stadt Wuppertal: Mit 67,4 Prozent hat das Quartier Rehsiepen den höchsten Anteil von Bewohnern mit Migrationshintergrund in ganz Wuppertal. Im Vergleich dazu liegt der Ausländeranteil in Oberbarmen bei „nur“ knapp 64 Prozent. „Allein die Zahlen sagen nichts“, kritisierte Pfarrer Dr. Jochen Denker beim Treffen der Initiatoren von „Willkommen in Ronsdorf“: Bei den Bewohnern des Rehsiepens handele es sich um zahlreiche junge Familien. Hier gelte es, so Denker, einen attraktiven Lebensraum zu schaffen. Keine leichte Aufgabe, denn „hier leben Menschen Tür an Tür, die sich früher bekämpft haben“, berichtet Hana El-Qasem vom städtischen Ressort für Zuwanderung und Integration. Dieser Kontext biete genügend Herausforderungen, um ein friedliches Miteinander zu schaffen. Einen Schritt hat die Initiative jetzt gemeinsam mit dem Vermieter der Häuser im Rehsiepen, der „Grand City Property“ mit Sitz in Berlin, getan: Eine leerstehende Wohnung soll künftig als Anlaufstelle für Betroffene genutzt werden können, berichtet Ronsdorfs stellvertretender Bezirksbürgermeis­ter Kurt von Nolting: „Erste Gespräche haben bereits stattgefunden, jetzt geht es darum, die bürokratischen Hürden für eine Umwidmung der ursprünglich als Wohnraum bezeichneten Immobilie zu nehmen.“ Auch versicherungstechnisch müssen klare Verhältnisse geschaffen werden, bevor die Wohnung als Büro und Treffpunkt für die Menschen im Rehsiepen genutzt werden kann. Die Renovierung soll Ende August beginnen, bevor die Dreizimmerwohnung künftig als provisorisches Familienzentrum bereitsteht.
Zahlreiche Projekte treibt „Willkommen in Ronsdorf“ voran. Immer wieder sind es auch „Einzelkämpfer“ wie Jürgen Czischke, die mit ihrem Engagement etwas erreichen, seitdem er die ersten Flüchtlinge mit einer Erstausstattung versorgen konnte, die er über „Vitamin B“ beschaffte. Aktuell hat er einem Syrer die Integration ermöglicht, die inzwischen geglückt ist, denn der junge Mann hat aufgrund Czischkes Engagement eine Berufsausbildung begonnen.
„Wir brauchen den Einsatz der Ehrenamtler“, betont auch Sabine Kehrenborn von der Diakonie. Sie sieht ihre Einrichtung als Bindeglied zwischen Mensch und Bürokratie. Pfarrer Jochen Denker geht es darum, Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen. Dies sei nur vor Ort sinnvoll. Deshalb setzt er sich mit seinen Mitstreitern für bessere Bedingungen für Geflüchtete im Stadtteil ein. Ein Beispiel ist das Kinderfest, das im Herbst auf dem Spielplatz im Rehsiepen stattfinden soll und einen Beitrag zum Gemeinschaftsgefühl aller Kulturen darstellt.



Hör mal, wer da summt

Stefanie Barzen stellt das Leben der Bienen vor



Biologin Stefanie Barzen (re.) zeigt den Kindern an der Natur-Schule Grund ein Bienenvolk. (Foto: AS)

(Ro./AS) Liebevoll spricht sie von ihren „Damen“, die es bei der Hitze der letzten Tage nicht immer leicht haben: Umweltpädagogin Stefanie Barzen liebt die Natur – und das nicht nur von Berufs wegen. Am Mittwoch waren kleine Naturforscher zu Gast in der Natur-Schule Grund in Lüttringhausen, um mehr über die fleißigen Bienen und ihre Artverwandten zu erfahren. „Die Hitze macht es den Damen nicht leicht“, erklärte Barzen, denn durch das trockene Klima produzieren die Pflanzen weniger Nektar.
Staunende Blicke der kleinen Teilnehmer gab es am Schaukasten, wo man einen Blick in das Innere eines Bienenstocks werfen konnte: geschäftiges Treiben rund um die Waben. „Über die Nahrunsquellen im Umkreis verständigen sich die Bienen mit einem Tanz“, so erfahren die interessierten Naturfreunde. „Sobald der Tanz eine Acht beschreibt, liegt die Quelle weiter entfernt.“ Nur wenige wissen, dass nicht nur der Standort der Nahrungsquelle, sondern auch die Entfernung und der Geschmack mit dem Tanz kommuniziert werden. Die Kurs-Teilnehmer haben diese und sicher zahlreiche weitere Infos mit nach Hause genommen. Sicher werden sie den Honig auf ihrem Brot künftig mit einem anderen Auge betrachten und das Naturprodukt zu schätzen wissen.
Das Bienensterben sei übrigens kein Thema, wie Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde, betont: Solange es Imker gibt, werde die Honigbiene nicht aussterben. Gut, dass die Völker in der Naturschule Grund so liebevoll betreut werden.



Große Hilfe für Profi-Helfer

Die BV Ronsdorf unterstützt die DLRG Ronsdorf



Nun hat die DLRG Wuppertal endlich einen automatischen Defibrillator. (Foto: privat)

(W./Red.) Anfang Juli trafen sich Vertreter der Bezirksvertretung (BV) Ronsdorf und der Firma Haupa aus Remscheid auf Einladung der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft  (DLRG) Wup­pertal an der Ronsdorfer Talsperre. Anlass war die offizielle Übergabe eines „Automatischen externen Defibrillators“ (AED) an die DLRG in Ronsdorf, der durch freie Mittel der BV sowie durch eine großzügige Spende der Remscheider Firma Haupa angeschafft werden konnte.
Bezirkseinsatzleiter André Köther nahm stellvertretend das Gerät für die DLRG in Empfang. Im diesem Zusammenhang wurde über die Einsatzmöglichkeiten des AED im Speziellen sowie über die Tätigkeit der DLRG im Allgemeinen informiert.
Insbesondere bei Einsätzen der Strömungsretter und Einsatztaucher sowie bei jeder Art von Veranstaltung, bei der die DLRG mit Sanitätsdienst – in Ronsdorf beispielsweise beim Weinfest auf dem Bandwirkerplatz Ende August – vor Ort ist, wird der AED zukünftig stets fester Bestandteil der Sanitätsausrüstung sein.
Anlass für den Ort der Übergabe des AED war ein zu diesem Zeitpunkt durchgeführter Tauchgang der Ronsdorfer DLRG-Einsatztaucher an der Staumauer der Ronsdorfer Talsperre, bei der der AED zur Absicherung der eigenen Einsatzkräfte bereits zur Verfügung stand. In sechs Meter Wassertiefe musste durch die Taucher ein Wasserablass von Sedimenten gereinigt werden. Der Ablass dient der Versorgung eines kleinen Wasserkraftwerkes, das als Projekt
der Erich-Fried-Ge­samt­schule (EFG) und dem Wupperverband betrieben wird. Durch die Verunreinigung war der Durchfluss für das Kraftwerk stark beeinträchtigt.
Bei Null-Unterwassersicht konnte der vorgeschraubte Filter von allen Ablagerungen durch manuelles Bürsten befreit werden.