Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Ein ganzer Stadtteil steht hinter „seinem“ Löschzug

Freiwillige Feuerwehr lebt von der Unterstützung der Menschen in Ronsdorf

Phillip Thaben (li.) und Jens Walther vom Förderverein ziehen an einem Strang: Noch immer können Patensteine zur Unterstützung erworben werden. (Fotos: AS)

(Ro./AS) Nicht reden, sondern machen! So könnte man das Engagement der Mitglieder im Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf skizzieren. Viel hat man schon auf die Beine gestellt, um dem ehrenamtlichen Löschzug mit Rat und Tat, aber auch mit finanziellen Mitteln unter die Arme zu greifen. Dass die ehrenamtlichen Lebensretter von Wuppertals wohl personalstärksten Freiwilligen Feuerwehr dankbar für die Unterstützung sind, liegt dabei auf der Hand: War es nicht zuletzt der Einsatz des Fördervereins, der den Bau der neuen Wagenhalle an der Talsperrenstraße mit auf den Weg gebracht hat. In einer spektakulären Aktion konnte der „Verein zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal – Löschzug Ronsdorf e.V.“, so der offizielle Name des Fördervereins, nach exakt 58 Wochen die Fahrzeughalle auf der Jahreshauptversammlung an den Löschzug übergeben. Zu verdanken ist das den zahlreichen Ronsdorfern, die sich mit dem Erwerb von Patensteinen eingebracht haben, die nun eine ganze Wand der neuen Halle zieren und in die alle Namen der Unterstützer verewigt sind. Im Rahmen der offiziellen Übergabe der neuen Fahrzeughalle an den Löschzug im Mai vergangenen Jahres wurde die Patensteinwand erstmals enthüllt.
Doch die Hilfsbereitschaft der Ronsdorfer ist noch lange nicht beendet, wie Jens Walther, der Vorsitzende des Fördervereins, stolz berichtet: „Nachbestellungen von Patensteinen wurden bis zum Feuerwehrfest im September 2019 gesammelt und nun von Mitgliedern des Fördervereins eingemauert.“
Zu den bestehenden 170 Steinen sind seit letztem Herbst rund 40 weitere hinzugekommen – und es geht weiter, denn die Ronsdorfer Unternehmen, Vereine und Privatpersonen können „ihre“ Feuerwehr weiterhin durch den Kauf eines Patensteins fördern. Bei Preisen zwischen 60 und 1.000 Euro – je nach Größe und gewünschter Beschriftung –ist alles möglich, so Walther. „Insgesamt ist so bisher ein fünfstelliger Beitrag an Spenden für die neue Halle der Feuerwehr zusammengekommen.“
Löschzugführer Torsten Tölle bezeichnet den Förderverein als ein „unverzichtbares Element des Brandschutzes im Stadtteil.“ Aufgrund der klammen Finanzlage der Stadt werden von der öffentlichen Hand nur die grundlegenden Dinge an Ausrüstung und Gebäudeunterhaltung finanziert. Der Förderverein schließt diese Lücke. „Er unterstützt uns, damit wir der Bevölkerung in unserem Stadtteil bestmöglich helfen können“, so Tölle. An der Patenwand wird weiter gemauert, um den Löschzug auch bei neuen Projekten zu unterstützen.
Und Pläne hat der Förderverein genug, denn als nächstes hat man die in die Jahre gekommene Küche des Löschzugs ins Auge gefasst: Hier werden bei Großeinsätzen die Einsatzkräfte versorgt. Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Ronsdorf im vergangenen Jahr eine Unterstützungseinheit gegründet hat, wurde deutlich, dass die vorhandene Kücheneinrichtung dem neuen Nutzungsprofil nicht mehr entspricht“, bedauert Torsten Tölle. „Die Aufgabe der Unterstützungseinheit ist die Verpflegung des Löschzugs und betroffener Bürger bei größeren Einsätzen.“ Für die Neuanschaffung werden rund Euro 25.000 benötigt, um die Küche aus dem Jahr 1986 gegen eine Industrieküche zu ersetzen, mit der gut 50 Personen gleichzeitig versorgt werden können. Auch den neuen, steigenden Hygieneanforderungen müsse man künftig gerecht werden. Für die Spülmaschine habe man einen Zuschuss aus den freien Mitteln der Ronsdorfer Bezirksvertretung beantragt – auch ein Zeichen für Zusammenhalt im Stadtteil. Neben der Küche steht noch die Anschaffung eines Stromaggre-
gats auf der Agenda, denn bei einem großflächigen Stromausfall in Ronsdorf müsse man handlungsfähig bleiben. Infos, wie man den Löschzug, vielleicht durch eine Mitgliedschaft im Förderverein, untersützen kann, gibt es im Internet unter www.ff-ronsdorf.de.

Ronsdorf muss sich wehren

Prominenter Protest gegen den Bau einer Forensik

Viel Zeit bleibt der Interessengemeinschaft gegen den Bau einer Forensik an der Ronsdorfer Parkstraße nicht mehr, aber dafür werden jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Rat der Stadt Wuppertal doch noch zur Vernunft zu bringen sowie an Abmachungen und Versprechen zu erinnern. (Foto: JoB)

(Ro./Red.) Der Initiativkreis hat in den ersten Tagen schon über 1.300 Unterschriften gesammelt und täglich werden es mehr. Man kann sich freitags und samstags in der Ronsdorfer Innenstadt an den Ständen eintragen oder aber auch im Netz die Online-Petition unterschreiben: www.openpetition.de/petition/online/keine-forensik-in-ronsdorf
Viele in der Öffentlichkeit stehende Personen sparen nicht mit ihrem Protest:
Christel Auer, Vorsitzende Heimat und Bürgerverein · Josef Beutelmann, Wuppertal Botschafter · Georg Böhner, Vorsitzender DT Ronsdorf 1860 e.V. · Jo Budde, Herausgeber SonntagsBlatt · Margit Deniers-Schlägel, Vorsitzende des Fördervereins Bandwirkerbad · Simon Geiß, 2. Vorsitzender der · DT Ronsdorf e.V. · Dorothea Glaunar, Stadtverordnete · Michael Heil, 1.Vorsitzender Verschönerungsverein · HW Jahn, Schulleiter a.D. · Peter Jung, Oberbürgermeister a.D. · Maik Kaufmann, Sportler helfen Sportler · Klaus Kerger, Unternehmer · Harald Kroll, Geschäftsführung Betreibergesellschaft Bandwirker Bad · Harald Scheuertmann-Giskes, Bezirksbürgermeister · Alexander Schmidt, Vorsitzender TSV / Stadtverordneter · Karl Schröder, Schulleiter a.D. · Beate Stamm, Vorsitzende BTV Graben · Marion Ströker, 1. Vorsitzende der W.i.R. · Peter Vaupel, ehm. Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wuppertal · Kurt von Nolting, stellv. Bezirksbürgermeister · Helmut Wilzbach, Hotelier.

 

Lichtblick für den Ronsdorfer Bahnhof?

Bezirksvertreter beraten über Maßnahmen rund um den Schandfleck

Die Situation für die Fußgänger zwischen Bahnhof und Rehsiepen soll sich verbessern. Foto: AS)

(Ro./AS) Dass es in Ronsdorf schönere Ecken als den Bahnhof gibt, ist uunumstritten. Seit Jahren erhitzen sich die Gemüter an dem Schandfleck, sogar von einem „Angstraum“, der in einem offiziellen Konzept zur Ermittlung von besonders düsteren Ecken in Wuppertal auftaucht, war die Rede. Jetzt steht die Gegend rund um den Bahnhof auf der Agenda der Ronsdorfer Bezirksvertreter, die am kommenden Dienstagabend tagen werden. Unbefriedigend ist auch die Parkplatzsituation rund um den Bahnhof – Parkverbote machen selbst Kurzparkern das Leben schwer. Das soll sich jetzt ändern, denn außer einem Behindertenparkplatz gibt es weit und breit keine Möglichkeit, den fahrbaren Untersatz abzustellen, ohne ein Knöllchen zu riskieren. „Da sich im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs keine Parkmöglichkeiten für das Bringen und Abholen von Bahnfahrern befinden, wurde von Bürgern angeregt, zumindest einen Teil des Parkplatzes für Kurzzeitparker freizugeben“, heißt es in einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung. Das Vorhaben wurde bereits mit dem Inklusionsbeauftragten der Stadt und der Behindertenvertretung der Deutschen Bahn abgestimmt. Kostenpunkt für die Umsetzung: 800 Euro, mit der Neugestaltung der Parkfläche kann zeitnah begonnen werden. Einen weiteren Lichtblick soll es nach Willen der Ronsdorfer Christdemokraten an der Verbindung zwischen Bahnhof und dem Quartier Rehsiepen geben: Die alte Fußgängerbrücke ist in die Jahre gekommen. Die letzten harten Winter haben der oberen Tragschicht den Garaus gemacht, der Asphalt ist abgeplatzt und stellt eine Verletzungsgefahr durch Stolperkanten dar.
Daher bittet die Ronsdorfer CDU-Fraktion in der BV-Sitzung am Dienstag alle Bezirksvertreter um die „zeitnahe Instandsetzung der Schäden.“ Finanzielle Mittel könne die Bezirksvertretung dafür vermutlich aus den GFG-Mitteln zur Verfügung stellen.
„Da es sich hierbei um eine Infrastrukturmaßnahme handelt, besteht vermutlich die Möglichkeit, die Finanzierung über die GFG-Mittel abzuwi-ckeln“, hofft Fraktionssprecherin Jana Hornung.

 

Bezirksvertretung