Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Oberbürgermeister lobt
Einsatz aller Hilfskräfte

Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Technischem Hilfswerk funktioniert



Lebensgefahr durch umstürzende Äste und Bäume herrschte während der Unwetter der letzten Tage in den Wäldern der Region. (Foto: AO)

(Reg./AS) Allein am vergangenen Sonntag bewältigte die Wuppertaler Feuerwehr vom Nachmittag bis Mitternacht 250 Einsätze – die meisten durch das im Bergischen Land wütende Sturmtief „Eberhard“. Die letzten Tage im SonntagsBlatt-Land waren stürmisch, und die 240 hauptberuflichen und ehrenamtlichen Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun.
„Es waren alle 16 Löschzüge der freiwilligen Einheiten im Einsatz“, zieht Wuppertals Feuerwehrchef Ulrich Zander nach den stürmischen Tagen der letzten Woche Bilanz.
Nachdem Sturmtief „Bennet“ am Rosenmontag gewütet hatte, hielt das Wetter in der gesamten letzten Woche alle Rettungskräfte in der Region auf Trab, ein Höhepunkt war „Eberhard“, der am vergangenen Wochenende wütete.
Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke lobt die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Rettungseinheiten, er spricht von einem „funktionierenden Netzwerk“, bestehend aus Feuerwehren, Polizei und dem Technischen Hilfswerk in der Bergischen Metropole. „Zu sehen, wie alle an einem Strang ziehen, das macht bei aller Dramatik schon Spaß“, zieht Mucke Fazit.
„Vieles ist gut gelaufen“, bestätigt auch Andreas Steinhard von der Berufsfeuerwehr. Durch die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und der Unwettermelde-App „Nina“ sei man auf die Einsatzlage vorbereitet gewesen. Das Portfolio der Einsätze sei breit gefächert gewesen, größere Unglücke gab es nicht. „Vom kleineren Ast bis zu abgeknickten großen Bäumen, die Fahrzeuge unter sich begruben oder Gebäude beschädigten, war alles dabei“, so Steinhard. Im Gegensatz zu den Nachbarstädten habe man keine Verletzten unter den Rettern zu beklagen.
Neben der Großeinsatzlage gab es in Langerfeld einen Einsatz, der nichts mit dem Sturm zu tun hatte: An der Straße Beyer-öhde bildeten sich in acht Mehrfamilienhäusern innerhalb weniger Minute Risse, die einer Einwohnerin große Sorge bereiteten. Ihr Sohn, ein Feuerwehrmann, leitete geistesgegenwärtig alle nötigen Schritte ein und sorgte für eine Evakuierung der vom Einsturz gefährdeten Gebäude. Achtzig Menschen waren von der Maßnahme betroffen.
Dem ersten Anschein nach wurde die Häuserzeile aus bisher ungeklärter Ursache unterspült. Gegen 17 Uhr hatte die Stadtverwaltung den aus Verwaltung, Feuerwehr, Polizei und der Bezirksregierung bestehenden Krisenstab einberufen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Es wurde ein Gutachter der Bergischen Universität mit einer Analyse beauftragt, der auch nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln zum Einsatz gekommen war. Ein bis zum Jahr 1896 genutztes Dolinengelände liegt unweit der betroffenen Wohnhäuser und sorgte so für den Anfangsverdacht, mit dem Absacken der Gebäude in Zusammenhang zu stehen.
„Der Bergbau wurde in einer Tiefe von 59 Meter betrieben“, erläutert OB Mucke. Weitere Informationen gebe es aber nicht, da im Krieg sämtliches Kartenmaterial vernichtet wurde.
Alle 16 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz. Die Hattinger und die Wuppertaler Ortsgruppe des THW unterstützten die Rettungskräfte vor Ort.
„Zunächst ging es um eine Erkundung am angeschlagenen Gebäude“, berichtet Nadine Ogiolda, Pressesprecherin beim Technischen Hilfswerk in Ronsdorf. „Drei THW-Bergungsgruppen wurden angefordert, außerdem ein Trupp zur Überprüfung der Statik und eine weitere Bergungsgruppe mit dem Abstützsystem Holz“, so Ogiolda. „Während der Abstützarbeiten entdeckten die Einsatzkräfte weitere Schäden und Risse an verschiedenen Gebäuden, sodass der Einsatzraum neu sortiert werden musste.“
Oberbürgermeister Andreas Mucke lobte den Einsatz des THW im Rahmen einer Pressekonferenz.  Er verdeutlichte, dass hier alle Lebensretter ehrenamtlich im  Dienst seien. Feuerwehrchef Ulrich Zander spricht von einer Tragödie, denn die Betroffenen hätten keine Chance mehr gehabt, ihre Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen. Persönline Dokumente, Fotoalben, Erinnerungen, die sich in den betroffenen Häusern befunden haben, seien wohl für immer verloren.
Während die Arbeiten in Langerfeld andauern, hat sich Sturmtief „Eberhardt“ aus dem SonntagsBlatt-Land verabschiedet. Die Schäden werden noch immer beseitigt.
In dieser Woche kehrt dann ein Hauch Frühling zurück: Ab Dienstag traut sich erstmals die Sonne hinter den grauen Wolken der letzten Tage hervor. Am nächsten Wochenende könnte dann der Frühling zurückkehren.

 

„Das Schulsystem hat Stabilität
im besten Sinne“

Wuppertaler Stadtverwaltung präsentiert die Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen



Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn, Sabine Fahrenkrog, Stefanie Maede und Rainer Neuwald (v.l.n.r.) freuen sich über stabile Anmeldezahlen bei allen weiterführenden Schulen in Wuppertal. (Foto: AS)

(W./AS) „Die Hauptschule ist ein wichtiges System, und wir sind froh, dass wir daran festgehalten haben.“ So bilanziert Wuppertals Schuldezernent Stefan Kühn die aktuellen Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen im Stadtgebiet. Man sei froh, am „System Hauptschule“ festgehalten zu haben, anders, als dies in anderen Kommunen der Fall sei, so Kühn. Immerhin 235 Schüler besuchen nach den Sommerferien eine der sechs Hauptschulen, das sind acht Prozent aller neuen Fünftklässler.
Eine gute Akzeptanz findet die Realschule bei den Eltern – hier besuchen immerhin 822 Schüler eine der neun Realschulen im Stadtgebiet, das sind gut zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals wird die Friedrich-Bayer-Realschule am Jung-Stilling-Weg fünfzügig fahren, um den Anmeldezahlen gerecht zu werden.
Auch im Osten der Stadt tut sich was:  Die Max-Planck-Realschule in Wichlinghausen wird künftig erweitert, so sollen in einem benachbarten Fabrikgebäude zusätzliche Räumlichkeiten angemietet werden, um mehr Schülern Platz zu bieten. „Wir rechnen damit, zum Schuljahr 2022 fünfzügig fahren zu können“, hofft Rainer Neuwald vom Stadtbetrieb Schulen. Noch in diesem Jahr soll mit dem Umbau begonnen werden. Sabine Fahrenkrog verzeichnet bei den Gymnasien einen leichten Rückgang; so gehen nach den Ferien „nur“ 928 Kinder auf das Gymnasium; im Vorjahr waren es 997 Schüler. Exemplarisch bedeutet das für die Südhöhen, dass 171 Schüler das Carl-Fuhlrott-Gymnasium im Schulzentrum Süd besuchen – jetzt sind es 186 Schüler. Beim „CFG“ handelt es sich traditionell um das Gymnasium mit den höchsten Anmeldezahlen.
Ein Grund für den stadtweiten Rückgang der Anmeldezahlen könnte der bevorstehende Umbau des Johannes-Rau-Gymnasiums an der Siegesstraße sein – hier scheint die gut zweijährige Sanierung des Gebäudes und der damit verbundene Umzug in einen alternativen Standort einige Eltern abzuhalten, ihre Kinder anzumelden. „Wir werden künftig keine Umbaumaßnahmen mehr an Bestandsimmobilien durchführen“, so Stefan Kühn.
Heiß begehrt sind seit Jahren schon Plätze auf einer der sechs Wuppertaler Gesamtschulen. Immerhin 956 Schüler besuchen im kommenden Schuljahr eine Gesamtschule – am beliebtesten sei nach Angaben von Stefan Kühn die Gesamtschule Barmen, im Jahr 2016 von Bundeskanzlerin Angela Merkel als „Beste Schule Deutschlands“ ausgezeichnet.
Wo viel Licht ist, gibt es leider auch immer wieder Schatten, denn das beliebte Schulmodell führte dazu, dass auch in diesem Schuljahr wieder Fünftklässler abgelehnt wurden. Die Ronsdorfer Erich-Fried-Gesamtschule kann nach den Sommerferien 168 neue Fünftklässler begrüßen. „Hier verzeichnen wir einen Überhang der Anmeldezahlen von 34 Schülern“, bedauert Rainer Neuwald. Das „Modell Gesamtschule“ sei die Schulform mit der höchsten Nachfrage, zumal die Stadt in den kommenden Jahren allen Kindern einen Platz an dieser Schulform anbieten möchte.
„Diesmal haben den 1.434 Anmeldungen 478 Ablehnungen gegenübergestanden, das soll sich ändern“, so Stefan Kühn, der alle Hoffnungen auf den Bau einer neuen Gesamtschule im Osten setzt. „Da steigt die Berechtigung einer weiteren Gesamtschule“, bekräftigt Stefan Kühn seine Pläne, im ehemaligen „ArtHotel“ in Heckinghausen eine weitere Schule errichten zu lassen. Immerhin zwei Drittel aller Wuppertaler Fünftklässler besuchen eine Gesamtschule. Zunächst muss das Grundstück erworben werden, dazu gibt es Verhandlungen mit dem Land, der Bethe-Stiftung und einem Unternehmer. Wenn alles nach Kühns Vorstellungen läuft, könnten 2021 die Bagger anrollen – der Schulbetrieb könnte dann zwei Jahre später beginnen.

 

Jubiläum auf dem Wochenmarkt

Familie Eyckeler und Team sind seit 10 Jahren in Ronsdorf



Nadine und Andreas Eyckeler ließen am 8. März die Korken knallen und feierten mit ihren Kunden vom Wochenmarktstand das zehnjährige Jubiläum. (Foto: JoB)

(Ro./PK)  Es ist bestimmt kein Zuckerschlecken, einen Marktstand zu betreiben, des nachts aufzustehen, bei Wind und Wetter raus zu müssen und in einer anderen Stadt den Stand auf- und abzubauen. Da kommen etliche Arbeitsstunden zusammen. Trotzdem sind die Eyckelers mit ihrem Obst- und Gemüsestand dienstags und freitags auf dem Ronsdorfer Wochenmarkt  meist gut gelaunt anzutreffen.
Nadine (36) und Andreas (40) leben mit ihren Kindern Victoria (12) und Johannes (10) in Kappes-Hamm, einem ländlichen Vorort von Düsseldorf und haben dort ihren Betriebshof. Herbst- und Wintergemüse sowie Sommersalate kommen zum großen Teil aus eigenem Anbau, das Übrige von Landwirten aus der Umgebung – mit Zukauf exotischer Besonderheiten über den Pariser oder Düsseldorfer Großmarkt. Es ist schon etwas Besonderes, wenn bei Eyckelers am Stand die Saftpresse angeworfen wird oder die Spargelschälmaschine in Aktion tritt. Das ist ein Frische-Angebot, was es nicht überall gibt und das die Ronsdorfer auch sehr zu schätzen wissen.

 

Seilbahn: Bürgermeinung zählt

So funktioniert die Bürgerbefragung der Stadtverwaltung



Oliver Pfumfel ist der Herr der Zahlen. (Foto: AS)

(W./AS) Graf Zahl aus der Sesamstraße und Oliver Pfumfel aus dem Wuppertaler Rathaus teilen eine Leidenschaft: Sie zählen für ihr Leben gern.  Während besagter Plüsch-Vampir aus dem Kinderfernsehen mit teils skurrilen Spielen Kindern ein Gefühl für Zahlen vermittelt, sind die des Oliver Pfumfel durchaus greifbarer – er ist bei der Stadtverwaltung der Abteilungsleiter für das Ressort Wahlamt und Statstik. In seinem Beruf hat er schon oft mit abenteuerlichen Zahlen jongliert, doch jetzt erwartet ihn eine neue Aufgabe: Zum ersten Mal organisiert der pfiffige Statikstiker eine Bürgerbefragung im Auftrag der Stadtverwaltung. Es geht um die Bürgerbefragung zum Bau der Seilbahn auf die Südhöhen. Gut 270.000 Wahlberechtigte werden Anfang Mai, parallel zum Versand der Unterlagen für die Europawahl, Post aus dem Rathaus bekommen, um zu entscheiden, ob sie für oder gegen die Seilbahn sind.
„Dabei geht es um eine freiwillige Befragung der Bürger“, betont Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke.
Eine Wahlurne wird es nicht geben, wie Wuppertals Chef-Statisktiker im Gespräch mit dem SonntagsBlatt verrät: „Das Prinzip ähnelt dem Verfahren bei einer Briefwahl, teilnehmen können alle Wuppertaler ab 16 Jahren, die auch an der Europawahl teilnehmen dürfen.“
Das Verfahren ist einzigartig, denn alleine die pünktliche Zustellung an alle 270.000 Berechtigten sei eine Herausforderung. „Die Aktion wird sicher mehrere tausende Anrufe im Service-Center hervorrufen“, schmunzelt Oliver Pfumfel, der auf die Resonanz der Wuppertaler gespannt ist, die „sicher von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich ausfallen wird.“ So sei damit zu rechnen, dass sich Bürger aus Cronenberg, Ronsdorf und Elberfeld öfters zu Wort melden werden als Menschen aus Langerfeld, die vom Bau des umstrittenen Verkehrsmittels nur indirekt betroffen wären. Das Ergebnis soll am Abend des 26. Mai vorliegen. Ausgezählt wird ganz analog in der Unihalle. Daran wird Wuppertals Graf Zahl sicher auch seine Freude haben, wo er doch Zahlen über alles liebt. Mal sehen, ob die Wuppertaler eine Seilbahn befürworten werden.


FC Remscheid hält Anschluss

TSV und Germania weiterhin obenauf - Linde gibt sich auf

(Reg./PK.) Der FC Remscheid hat eine erfolgreiche Woche absolviert und sich dank zweier Siege und sechs Punkten mal eben in das Mittelfeld der Landesliga abgesetzt. War der Sieg gegen den MSV Düsseldorf (1:0) noch von einer Menge Glück begleitet, steigerte sich die Mannschaft von Trainer Acar Sar am vergangenen Mittwoch erheblich und schlug SSVg Heiligenhaus auch in dieser Höhe völlig verdient mit 3:0-Toren. So ist der FCR in einer Woche von einem Abstiegskandidaten auf Tabellenplatz acht geklettert. Allerdings ist punktemäßig der Weg nach unten bedeutend kürzer als der nach oben.
Am Sonntag reist man mal wieder an den Niederrhein, denn der Holzheimer FC erwartet die Röntgenstädter. Der Gastgeber ist Tabellenletzter. Mit dem Rückenwind der vergangenen Woche sollte für den FCR Einiges möglich sein.
Der TSV 05 Ronsdorf festigte mit einem 2:0-Sieg beim SSV Bergisch Born den ersten Tabellenplatz in der Bezirksliga. Der Aufstieg in die Landesliga scheint nach wie vor möglich. Am Sonntag erwartet der TSV den SV 09/35 Wermelskirchen an der Parkstraße, den starken Tabellenzweiten, der nur zwei Punkte hinter Ronsdorf rangiert. 
Der SV Jägerhaus-Linde hat den Kampf gegen den Abstieg in die Kreisliga A scheinbar aufgegeben. Das rettende Ufer ist bereits zu weit entfernt. So ergab man sich gegen die Wermelskirchener Gastgeber von 09/35 weitgehend kampflos in sein Schicksal und unterlag mit sage und schreibe 1:15-Toren. Das lässt nichts Gutes für die folgenden Partien erwarten. Der TSV Aufderhöhe kommt am Sonntag „opp Linde“. Kann man einen Gegner aus dem Mittelfeld der Liga noch in Bedrängnis bringen?
Die Zweite des TSV 05 Ronsdorf spielt eine Klasse-Saison. Bei TuS Grün-Weiß setzte man sich mit 2:1-Toren durch und ist inzwischen auf Tabellenpaltz drei angekommen. Am Sonntag geht es gegen BV 1885 Azadi. Die Zweite des TSV sollte keine großen Probleme bekommen. Das Spiel startet um 13.15 Uhr.
 Mehr Mühe als erwartet hatte der SSV Germania 1900 gegen den SV Heckinghausen, konnte diesen aber letztendlich doch mit 3:2 besiegen. Die Freudenberger führen die Tabelle mit großem Vorsprung an. Alles andere als der Aufstieg wäre eine Enttäuschung. Jetzt gastiert man beim SSV 07 Sudberg, ein Team, das mitten im Abstiegskampf steckt.