Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Das SonntagsBlatt-Land startet in die Ferien

Abschied und Neuanfang für viele Schüler, Sommerferien für alle



Mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge verabschieden sich diese Schüler von ihren Tornistern – und von ihrer Grundschule. (Foto: AS)

(Ro./AS) Gefürchtet oder gefeiert – in dieser Woche hat es endlich Zeugnisse gegeben. Damit steht dem Start in die Sommerferien für die Schulkinder im SonntagsBlatt-Land endlich nichts mehr im Wege.
Auch wer nicht verreisen kann, muss keine Langeweile fürchten – dafür sorgen in den kommenden sechs Wochen abwechslungsreiche Ferienprogramme unterschiedlichster Einrichtungen und Vereine der Region (das SonntagsBlatt berichtete).
Traditionell begannen die Ferien in Lüttringhausen wieder mit dem „Zeugnisfrühstück“ bei den „Schlawinern“ auf Klausen. Hier traf man sich nach der Zeugnisausgabe, um gemeinsam zu frühstücken und zu spielen.
Sich mit der ausrangierten „Tonne“ sozial zu engagieren, ist Intention von Arzu Guarino: So sammelte die Mutter in diesem Jahr bereits zum vierten Mal die Schultornister der scheidenden Grundschüler am „Echo“, die zum bevorstehenden Wechsel auf die weiterführende Schule ausrangiert wurden. „Neben der Freude, die wir den Empfängern damit machen, wird der Kreislauf der Verschwendung durchbrochen“, so Guarino. Die Idee stammt aus der eigenen Familie. Damals hatte man ein Austauschkind aus Tschernobyl zu Gast, dem man einen gebrauchten Tornis­ter mitgab: „Das war der Anfang unseres Projektes.“ Noch heute erinnert sie sich gern an diese „Initalzündung“. Inzwischen sammelt sie die Tornister für die Wuppertaler Tafel. „Es gibt den Kindern ein gutes Gefühl, mit ihren ,alten’ Schultaschen Gutes zu tun“, weiß Arzu Guarino aus der Erfahrung der letzten Jahre. Das Beispiel macht Schule, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Andere Grundschulen im Stadtteil haben bereits signalisiert, sich künftig an der Sammelaktion zu beteiligen. Nach dem Abschied von der Grundschule heißt es für 168 neue Fünftklässler an der Erich-Fried-Gesamtschule „Willkommen an Bord“: Sie saßen am Dienstag erstmals mit Eltern, Geschwistern und Großeltern zur Einschulung in „ihrer“ Aula, wo sie von einem bunten Bühnenprogramm ihrer Mitschüler begrüßt wurden. Von einem „ganz besonderen Tag“ sprach dann auch EFG-Schulleiterin Heike Flowerday und bereitete ihre künftigen Schüler darauf vor, dass an der Gesamtschule mehr Klassenräume, aber auch Chemie- und Technik-Fachräume, neue Lehrer und ein „ungewohnt großes Schulgebäude“ auf die Neuen warten. Flowerday verglich die Schulzeit mit einem Langstreckenflug, der „je nach Ausrichtung sechs oder neun Jahre dauert“. Passend dazu erhielten die Fünftklässler ihre Bordkarten, die nach der Einschulung in „Zeitkapseln“ gesteckt wurden, die ihnen am Ende ihrer Schulzeit als Erinnerung an den ersten Schultag überreicht werden sollen. „Noch sind die Piloten nicht bekannt, aber schon einige Mitreisende kennt ihr“, machte Flowerday den künftigen Fünftklässlern Mut. Doch egal ob Wechsel ins neue Schuljahr, Abschied von der bisherigen Schule oder der Übergang in eine der weiterführenden Schulen: Jetzt freuen sich alle Schüler erst einmal auf die schönste Jahreszeit.

 

„Vertretbare Wartezeiten bei höherem Arbeitsaufwand“

Fallzahlen steigen an, Personaldecke wird dünner: Das Straßenverkehrsamt kämpft mit Terminnot



Eine große Zahl von reservierten, aber nicht wahrgenommenen Terminen ist ein Ärgernis, das zu längeren Wartezeiten bei der Terminvergabe führt. (Foto: AS)

(W./AS) Mehr als 200.000 Fahrzeuge sind mit einem „W“ auf dem Kennzeichen unterwegs. Das bedeutet viel Arbeit für die Mitarbeiter im Wuppertaler Straßenverkehrsamt; waren es im letzten Jahr knapp 110.000 Zulassungsvorgänge, sieht die Prognose für dieses Jahr einen Anstieg auf mehr als 112.000 Vorgänge vor, „das entspricht einem Plus von 6,2 Prozent“, nennt Wuppertals Stadtkämmerer Dr. Johannes Slawig Zahlen. Dies sei eine deutliche Steigerung der Fallzahlen bei knapper Personalbesetzung, stellt der Stadtkämmerer fest. Dabei redet er die Probleme rund um Wartezeiten und schwierige Terminvergabe auch nicht schön, dennoch sei eine Wartezeit für eine Neuzulassung von rund sechs Werktagen als „vertretbar“. Ärgerlich seien die 2010 nicht reservierten, aber nicht wahrgenommenen Termine – sie hätten anderweitig vergeben werden können.
Bei der Führerscheinstelle werden in diesem Jahr knapp 16.500 Vorgänge erwartet, im Vorjahr waren es etwas mehr als 15.000. So wird jeder Mitarbeiter wohl 3.325 Vorgänge bearbeiten. „Die neuen Vorgaben binden zusätzliche Arbeitszeiten“, bedauert Jens Birkenstock, Leiter der Führerscheinstelle und nennt Berufskraftfahrer, die ihre Fahrerkarten erneuern müssen. In zunehmendem Maße kümmert sich seine Abteilung auch um „auffällige Autofahrer“, die sich beispielsweise an illegalen Autorennen – seit einiger Zeit ein Straftatbestand – beteiligen. Auch die steigende Zahl von Senioren, die wegen einer Fahrtauglichkeitsprüfung in der Behörde auflaufen, bereitet Birkenstock Sorge: „All das sind zusätzliche Szenarien, die bei uns auflaufen.“ Die Teilnahme von nicht versicherten Fahrzeugen nimmt zu, hier muss die Behörde schnell handeln und das Fahrzeug stilllegen, betont Martina Grave, Abteilungsleiterin des Straßenverkehrsamtes, „sonst droht Amtshaftung.“ Als bedauernswert bewertet sie, dass ihre Mitarbeiter am Schalter in zunehmendem Maße den Frust der Kunden abbekommen. So habe die Anzahl der verbalen Attacken zugenommen.

 

Spaßfaktor im Talsperrenwald

Schnelle Seifenkisten auf Testfahrt in Ronsdorf unterwegs

 

Mehr als 40 Arbeitsstunden investierten die 16 Jugendlichen in den Bau der beiden „Seifenkisten“. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) Wer am Dienstagmorgen seinen Hund nichtsahnend im Talsperrenwald ausführte, wurde vom Rattern der Räder zweier Seifenkisten überrascht.
„Anfang des Jahres ist im Unterricht der Holzwerkstatt die Idee entstanden, eine Seifenkiste zu bauen“, erzählte Lutz Klever-Leiding vom Berufskolleg Werther Brücke. Jürgen Mallmann mit seiner Gruppe der Metallwerkstatt und Johannes Ulke aus dem Kfz-Bereich unterstützten das Vorhaben ihrer Schüler. Mehr als 40 Arbeitsstunden haben die 16 Jugendlichen gesägt, gefeilt und gelötet, bis zwei Renner fertig waren. „Es war ein absolut positives Erlebnis für die Schüler, etwas im Unterricht zu bauen, das sie selber benutzen können“, erläutert Mallmann.
Teamwork und fachübergreifendes Arbeiten sind Aspekte des Vorhabens. „Wir haben uns nach den Bauvorschriften Landesseifenkis­tenverband Nordrhein-Westfalen gerichtet“, betont Holzwerkstattlehrer Lutz Klever-Leiding und ergänzt, „wir wollten an vier Rennen in diesem Jahr teilnehmen.
Aber leider wurden in NRW alle Rennen mangels Teilnehmer abgesagt.“ So sei man durch einen Tipp an die Strecke zur Talsperren-Mauer gekommen.

 

„Trockenheit ist weiterhin ein Thema“

Stadt Wuppertal kämpft mit vielen neuen Maßnahmen gegen die Dürre

Die Stadt Wuppertal wässert mit den eigenen Fahrzeugen die Bäume entlang der öffentlichen Wege. (Foto: AS)

(W./AS) Die Erinnerung an den letzten Jahrhundert-Sommer ist in diesen Tagen allgegenwärtig – auch, wenn der Sommer gerade eine kleine Pause einlegt. Mit teils spektakulären Aktionen wässerten Rettungskräfte der Feuerwehren und sogar der Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei auf Lichtscheid die Pflanzen im öffentlichen Raum. Davon ist man – noch – weit entfernt, das teilt Martina Eckermann vom Presseamt der Stadt Wuppertal auf SonntagsBlatt-Anfrage mit. „Natürlich stehen wir Gewehr bei Fuß und setzen wieder auf die bewährte Unterstützung aus dem Vorjahr.“
Rund 25.000 städtische Bäume verteilen sich über das Stadtgebiet, gepflegt und bewirtschaftet werden sie von Frank Jäger und seinem Team. Der Abteilungsleiter des städtischen Betriebs für Baumpflege kämpft mit acht Mitarbeitern gegen die Dürre an. „In diesen Tagen wurde ein LKW mit Wasservorratsbehältern bestückt – der Fahrer fährt und gießt in Personalunion.“ Den letzten heißen Sommer hätten knapp 30 Bäume nicht überlebt. Mit den Erfahrungen aus 2018 hat man aber auch neue Maßnahmen erarbeitet, wie man der Dürrezeit begegnen kann. „Neue Bäume werden inzwischen in sogenannte Gießringe gepflanzt“, berichtet Jäger. Diese Ringe sorgen dafür, dass große Wassermengen nach und nach zum Wurzelwerk der jungen Bäume si­-
ckern können.
Auch neu sind sogenannte Vorratsbehälter: Rund 50 dieser „Wassersäcke“ hat die Stadt inzwischen an frisch gepflanzten Bäumen aufgestellt, einen davon in Ronsdorf An der Blutfinke. Die Erfahrungen seien gut, freut sich Frank Jäger, deshalb werde die Stadt zeitnah weitere „Treegator“-Behälter anschaffen – auch, um die knappen Personalressourcen zu schonen und die Bäume
kos­tengünstig wässern zu können.
Der Wasservorrat von 75 Litern pro Sack reiche für gut neun Stunden – somit müssen die mit Wassersäcken ausgestatteten Bäume zweimal wöchentlich gegossen werden.
So hofft Frank Jäger, „seine“ städtischen Bäume auf eine Lebenserwartung von 10 bis zu 15 Jahren bringen zu können ­– trotz zunehmender Hitze in den kommenden Jahren. Trotzdem hofft er weiterhin auf die Hilfe der Feuerwehren und natürlich der Anwohner beim Gießen.

 

Schneller Bäcker aus Ronsdorf

Als Newcomer beim Wasser-World-Triathlon-2019

Am Ende seiner Kräfte, aber mehr als glücklich im Ziel: Samuel Fischer, der Bäcker aus Ronsdorf. (Foto: M.K.)

(Ro./Red.) Am vergangen Wochenende tauschte Samuel Fischer Chef der Bäckerei Fischer die Backschürze gegen den Triathlonanzug. Auf ging es nach Hamburg zum „Wasser-World-Triathlon-2019“.
Nach dem Motto „Wenn schon – denn schon“ sollte es schon da sein, wo es eine Kulisse gibt, die sich sehen lassen kann. Und wenn dann richtig. Olympische Distanz musste es einfach sein, denn halbe Sachen kann jeder.
Der Startschuss erfolgte mit dem Glockenschlag am Sonntag Punkt 12 Uhr. Geschwommen wurde in der Alster bei gut und gern 16 Grad mit Wellengang und Hagelschauern. Nach den Trainingseinheiten im warmen Neuenhof war das für Fischer eine Vollkatastrophe. Aber da musste ja jeder durch und nach knapp 47 Minuten hatte der Bäckermeister die 1,5 Kilometer hinter sich gebracht. Und das war wichtig und gut so.
Beim Radfahren und Laufen lief dann alles sehr routiniert ab. Die 40 Kilometer mit dem Bike konnte Samuel Fischer in einer sensationellen Zeit von eine Stunde und elf Minuten abspulen. Ja und dann seine Paradedisziplin, das Laufen. Hier wurden von ihm für die zehn Kilometer nochmals alle Kräfte mobilisiert und die Strecke in unter 50 Minuten absolviert. Am Ende seiner Kräfte, aber mehr als glücklich, erreichte er das Ziel mit der Gesamtzeit von zwei Stunden 54 Minuten auf einem Platz im Mittelfeld. Fest steht jetz schon: Von diesem Newcomer werden wir noch mehr sehen und hören.
Köln und der „Bergische Hammer “ stehen schon auf der Wunsch- und Startliste.