Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Ronsdorfer Schüler im fliegenden Klassenzimmer

Grundschüler der Ferdinand-Lassalle-Straße dürfen nach Berlin fahren

Die „Zukunftsflieger“ der Ronsdorfer Grundschule Ferdinand-Lassalle-Straße belegen den dritten Platz in der bundesweiten Wertung des Wettbewerbs. (Foto: AS)

(Ro./B./AS) Was haben Vögel mit Flugzeugen gemeinsam? Richtig – sie können fliegen. Doch warum ist das so?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen rund ums Fliegen setzten sich die Kinder des Offenen Ganztages an der Gemeinschaftsgrundschule Ferdinand-Lassalle-Straße in Wuppertal-Ronsdorf in den letzten Monaten auseinander. Zwei Stunden in der Woche wurde unter der Anleitung von Gabi Valbert, Judith Kaiser und Anette Moritz fleißig geforscht.
Die Initiative „Zukunftsflieger“, initiiert vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), hat sich das Ziel gesetzt, Grundschülern der dritten und vierten Klassen technische und naturwissenschaftliche Aspekte von Luft- und Raumfahrt näher zu bringen. Mit seinen rund 240 Mitgliedern vertritt der Verband die Interessen der Branche, die nach eigenen Angaben mit der internationalen Technologieführerschaft und den erlangten weltweiten      Erfolg zu einem unverzichtbaren Wirtschaftsmotor in Deutschland geworden ist.
Im Rahmen des Projektes „Zukunftsflieger“ haben Grundschulen aus ganz Deutschland spannende Projekte zu faszinierenden Themen der Luft- und Raumfahrt gestaltet. Jetzt hat die Jury drei Schulklassen als Preisträger gekürt – auf dem dritten Platz ist die AG des Offenen Ganztages an der Grundschule Ferdinand-Lassalle-Straße gelandet.
Die sieben Viertklässler haben die Natur beobachtet und sich mit der Flugfähigkeit unterschiedlicher heimischer Vogelarten auseinandergesetzt. So entstanden selbst konstruierte Segelflieger. Die kleinen Forscher waren aber nicht nur im Klassenzimmer aktiv – neben Experimenten an der frischen Luft gehörten auch Besuche der Stadtteilbibliothek und der BDLI-Wanderausstellung „Der Traum vom Fliegen“ in einem Elberfelder Einkaufszentrum zum Programm der kleinen Forscher.
Und der Einsatz hat sich gelohnt. Jetzt dürfen die sieben Viertklässler zur Siegerehrung nach Berlin, wo ihnen von TV-Moderator Malte Arkona  die Auszeichnung verliehen wird. Arkona, bei Kindern bekannt und beliebt durch seine Sendungen auf „Kika“ („Tigerenten-Club“ und „Die beste Klasse Deutschlands“), freut sich auf den 4. Juni: „Mit so engagierten und kreativen Kindern kann man gut in die Zukunft fliegen.“ Malte Arkona ist schon jetzt gespannt darauf, die Gewinner persönlich in Berlin kennenzulernen.
Begeistert vom Forscher-Ehrgeiz der Ronsdorfer Kinder zeigt sich auch Dr. Klaus Richter, Präsident des BDLI, zur Arbeit der „Ferdis“: „Beim Projekt ,Vom Vogel zum Flugzeug’ hat uns beeindruckt, wie die Schüler aus der Beobachtung von Vögeln mit unterschiedlichen Flügelformen Schlüsse für den Bau von Flugzeugen gezogen haben.“
Das anschließende Austarieren un die Versuchsreihe zur Bestimmung der besten Flügelform habe den Initiatoren in Berlin gezeigt, dass da „echte Zukunftsflieger am Werk waren“. Auf die Frage, ob die Ronsdorfer stilecht mit dem Flugzeug nach Berlin reisen, schüttelt OG-Leiterin  Gabi Valbert lachend den Kopf. „Wir werden mit dem Bus fahren – den wir uns mit den erstplatzierten Schülern aus Aachen teilen.“ Auch im kommenden Schuljahr werden Klassen aufgerufen, sich unter „www.skyfuture.de/zukunftsflieger“ zur Teilnahme anzumelden.

 

Der freundliche Nachbar

Armin Schröder ist und bleibt Schiedsmann in Ronsdorf

Armin Schröder ist seit elf Jahren Schiedsmann. (Foto: AS)

(Ro./AS) Beleidigungen, üble Nachrede und Streit unter Nachbarn bestimmen den Alltag von Armin Schröder – und das, obwohl der 69-jährige Ronsdorfer eigentlich ein friedliebender Zeitgenosse ist: Schröder wurde Anfang des Monats erneut zum Schiedsmann für Ronsdorf gewählt. Seit 2008 ist er schon im Amt, eine Dienstzeit dauert fünf Jahre.
In dieser Zeit, sollte man meinen, hat Schröder schon viel erlebt. Doch das, was er zu erzählen hat, hält sich überraschenderweise in Grenzen. Das ist sicherlich auch dem umsichtigen Verhalten des Pensionärs zu verdanken. „Meine Hauptarbeit besteht darin, dass Leute meinen telefonischen Rat in Anpruch nehmen“, berichtet Armin Schröder. Oft seien Lösungen für die Probleme der Menschen, die ihn kontaktieren, greifbar. Dabei sieht er die Kontrahenten durchaus selbst in der Pflicht: „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden“, weiß Schröder aus Erfahrung und meint damit den Umstand, dass Betroffene in Konfliktsituationen das Gespräch suchen – und führen – sollten. „Der Dialog beider Parteien ist das A und O.“ Erst wenn alle Möglichkeiten ausgereizt sind und eine friedliche Lösung nicht in Sicht ist, landen Streitigkeiten vor dem Amtsgericht. Doch soweit muss es gar nicht kommen, ist Schröder sicher. In seiner langen Dienstzeit sei das erst einmal der Fall gewesen. Er biete keine Rechtsberatung an, sondern suche mit den Betroffenen nach Lösungen, nach friedlichen Lösungen.
Armin Schröder verrichtet sein Amt nicht nur mit viel Herzblut und Sachverstand – er tut es, wie die anderen Schiedsleute in Wuppertal – ehrenamtlich. „Manchmal muss man sich viel anhören“, erzählt er. Einige Menschen nehmen seinen Rat sonntags um acht Uhr in Anspruch, andere spätabends um 23 Uhr. „Das muss nicht sein“, so Schröder, der immer um friedliche Lösungen bemüht ist und weiß, dass um diese Zeiten nur selten Lösungen herbeigeführt werden können. Wenn er sich nicht um Streitigkeiten kümmert, hält er sich durch Sport fit. Wandern ist eine Leidenschaft. Hier tankt er Kraft für neue Streitigkeiten, die er schlichten soll. Auf die Frage, was denn so zur Zeit oft geschlichtet werden muss, überlegt Armin Schröder nicht lange: „Lichtemissionen sind ein brandaktuelles Thema“, berichtet der Schiedsmann. „Fast jeder hat einen Bewegungsmelder am Haus, um sein subjektives Sicherheitsgefühl zu stärken.“ Das sei nachvollziehbar. „Wenn der Nachbar aber fünf Mal in der Nacht geweckt wird, weil eine Katze übers Nebengrundstück läuft, birgt das schon oft Konfliktpotenzial.“ Armin Schröders Rat: Einfach mal Rücksicht üben – und, siehe oben – das Gespräch suchen, damit Konflikte gar nicht erst aufkommen.
An sich aber ist sein Bezirk eher friedlich, stellt Schröder fest. So hat er ein gutes Dutzend Fälle, um die er sich jährlich kümmern muss. Da bleibt ihm viel Zeit zum Wandern, und das ist für alle Seiten gut so.

 

Zu Gast im Bandwirkermuseum

Ein interessanter Tag im Schatten der Bandstühle



(Ro.) Peter Windgasse (li.) erläutert anschaulich die Arbeitsweise des Bandstuhls. Viele Besucher hatten am Museumstag den Weg zu den ratternden Bandstühlen gewählt, um ihre Kenntnisse über die Bandwirkerei aufzufrischen und bei Waffeln und Kaffee die Historie aufleben zu lassen. Selbst aus dem nahen Ausland kam ein Bus mit sehr interessierten Gästen. Der Bekanntheitsgrad des Bandwirkermuseums ist also auch europaweit gewachsen. Die Traditionspflege trägt Früchte. (Foto: JoB)

 

Letzte Fahrt einer Stil-Ikone

Wuppertal verabschiedet Schwebebahn Typ GTW 72

Geht am Sonntag auf seine letzte Fahrt: der Schwebebahnwagen vom Typ GTW 72. Fans sollten den letzten Ausflug nicht verpassen. (Foto: WSW)

(W./Red) Wuppertal verabschiedet sich von einer deutschen Stilikone der 70er Jahre, der Schwebebahn Typ GTW 72. Am Tag der Europawahl, Sonntag, den 26. Mai geht die Schwebebahn um 15 Uhr auf ihre Abschiedsrunde vom Schwebebahnhof Vohwinkel nach Oberbarmen und retour.
Das erste von 28 Fahrzeugen der orange-blauen Schwebebahnflotte wurde 1972 vom späteren Bundespräsidenten Johannes Rau in Betrieb genommen. In 47 Jahren Dienstzeit beförderte die GTW 72-Flotte über 860 Millionen Fahrgäste und legte dabei eine Strecke von 79 Millionen Kilometern zurück, das entspricht 200 Mal der Strecke von der Erde zum Mond.
1976 verewigte die Deutsche Bundespost die 72er Schwebebahn als 50 Pfennig-Briefmarke für den Standardbrief. Mit einer Auflage von 30 Millionen Exemplaren brachte die Post das Wuppertaler Wahrzeichen in die bundesdeutschen Haushalte.
Seit 2016 wird die GTW 72-Flotte nach und nach durch die neue himmelblaue Schwebebahn vom Typ Generation 15 ausgetauscht. Die alten Wagen finden in der bergischen Großstadt vielfältige Verwendung, so werden Fahrzeuge als Cafe, Besprechungsräume oder auch schwebende Klassenzimmer genutzt.

Die letzten beiden Spieltage entscheidene

Remscheid muss noch zittern · TSV Ronsdorf hat gute Chancen zur Relegation

Eine turbulente Fußball-Saison strebt ihrem Höhepunkt entgegen. (Foto: db)

(Reg./PK.) Die Lage des FC Remscheid ist im Verlauf der Woche dunkler geworden: Der SV Straelen muss aus der Regionalliga absteigen, und so steigt aus der Landesliga auch eine Mannschaft mehr ab, also jetzt fünf. Nach der Niederlage gegen den Tabellenführer TVD Velbert (1:3) hat der FCR noch zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und rangiert auf Platz 11.
Ein Sieg ist sicher noch von Nöten, um auf der sicheren Seite zu sein. Am Sonntag kommt der ASV Süchteln in das Röntgenstadion, der direkte Tabellennachbar des FCR, der auch noch nicht endgültig gerettet ist. Da darf man mal wieder von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen.
Einen sehr großen Schritt in Richtung Relegation zum Aufstieg in die Landesliga hat am vergangenen Wochenende der TSV 05 Ronsdorf getan, denn beim Tabellennachbarn SC Reusrath gewann das Team von Trainer Daniele Varveri mit 3:0 Toren und hat nun als Tabellenzweiter fünf Punkte Vorsprung auf Reusrath (bei zwei noch auszutragenden Spielen). SV Ditib Solingen, wo die Zebras am Sonntag antreten, ist ein in dieser Saison unbequemer Geg­ner (Tabellensiebter), der nie aufgibt und über eine starke Abwehr verfügt. Ein Punkt wäre schön für den TSV, ein Dreier wäre ein Fest.
Der SV Jägerhaus-Linde unterlag dem SSV Berghausen mit 1:9 und trifft nun im letzten Heimspiel dieser Saison auf die 1. Spvg. Solingen-Wald. Eine Partie zweier Abstiegsmannschaften verspricht immerhin eine Menge Tore.
Für einhellige Überraschung sorgte die Zweite des TSV Ronsdorf bei ihrem Gastspiel bei Türkgücü Velbert. Die Ronsdorfer nahmen beim 5:3-Sieg die Punkte mit an die Parkstraße und festigten damit den dritten Tabellenplatz.
Auch SSV Germnia 1900 konnte noch einen Sieg einfahren: Mit 3:2 Toren gewann man gegen die Reserve des SC Velbert.
Nun steht ein spannendes Derby auf dem Programm: Die Germania erwartet die Zweite des TSV Ronsdorf zu einem Prestige-Duell. Wenn das Wetter mitspielt, sollte der Platz am Freudenberg gut besucht sein, obwohl es eigentlich um nichts mehr geht: Die Germania ist aufgestiegen und die Zebras wollen eine wirklich tolle Saison natürlich optimal abschließen.