Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Ronsdorf hat jetzt ein Einwohnermeldeamt

Stadtverwaltung richtet Dependance für Meldeangelegenheiten im Bürgerbüro ein

Im Bürgerbüro hat die Stadt eine Dependance der Behörde eingerichtet. (Foto: AS)          

(Ro./AS) „Mit Beginn der Pandemie musste auch die Stadtverwaltung ihre Arbeitsweise und den Bürgerservice den besonderen Bedingungen anpassen“, erläutert Ulrike Schmidt-Keßler vom Presseamt der Stadt Wuppertal. Gemeint ist die massive Einschränkung des Publikumsverkehrs im Straßenverkehrsamt und dem Einwohnermeldeamt. Nachdem die Stadt vor zwei Wochen im Straßenverkehrsamt nachgebessert hatte (das SonntagsBlatt berichtete), will man nun den Service beim Einwohnermeldeamt anpassen. Im Amt am Steinweg in Barmen wurden Schutzwände installiert, einige Dienstleistungen wurden vorübergehend an anderen Orten untergebracht. Auch die zu Beginn der Pandemie eingeschränkten Öffnungszeiten wurden wieder ausgeweitet. Ein gewohnter Betrieb wie vor der Corona-Zeit sei aber nach wie vor nicht möglich, bedauert Ulrike Schmidt-Keßler. Aufgrund der Schutzmaßnahmen stehen derzeit weniger Schalter als gewohnt zur Verfügung – Wartezeiten und lange Vorlaufzeiten bei der Terminvergabe seien die Folgen.
„Deshalb haben die Mitarbeiter im Einwohnermeldeamt nach neuen Lösungen gesucht.“ Fündig geworden ist man in Ronsdorf: In den Räumen des Bürgerbüros an der Staasstraße ist eine Zweigstelle des Einwohnermeldeamtes entstanden. Alle Dienstleistungen stehen hier wie in Barmen zur Verfügung. Die Bürger haben nun die „Qual der Wahl“, in welchem Einwohnermeldeamt sie ihre Angelegenheiten erledigen möchten. „Das ist natürlich auch abhängig von der Vorlaufzeit der Termine“, betont Ulrike Schmidt-Keßler. Wer beispielsweise kurzfristig einen Termin benötige, der nehme aus dem Tal auch den Weg nach Ronsdorf in Kauf, wenn der Wunschtermin hier schneller zur Verfügung stehe.
Zusätzlich soll die Behörde im Juli, August und im September jeweils an zwei Samstagen ihre Pforten öffnen, dann allerdings nur in Barmen. „Die Termine der offenen Samstage sind der 4. und der 11. Juli, der 15. und der 29. August sowie der 5. und der 19. September“, so Ulrike Schmidt-Keßler. Und: „Auch an diesen Tagen können nur diejenigen kommen, die zuvor einen Termin vereinbart haben“, betont sie. Wer einen Termin buchen möchte, kann sich auf der Homepage der Stadt aussuchen, ob er seine Meldeangelegenheit in Barmen oder in der Ronsdorfer Zweigstelle erledigen möchte. Termine sowohl für das Amt in Barmen als auch für die Ronsdorfer Dependance gibt es auf der Website der Stadtverwaltung unter „www.wuppertal.de“ sowie telefonisch unter der Rufnummer des Bergischen Service-Centers unter der Rufnummer (02 02) 563 - 0.
Hier können auch Termine für die Abholung von Ausweispapieren im Opernhaus gebucht werden. Seit einigen Wochen bietet das Einwohnermeldeamt diesen zusätzlichen Service an, um die Hygieneschutzmaßnahmen in der Behörde am Steinweg einhalten zu können. Die Erfahrungen mit der außergewöhnlichen Abholstelle im Opernhaus seien aber durchweg gut, heißt es aus dem Rathaus.
Gute Nachrichten gibt es auch von der Stadtteilbibliothek in Ronsdorf: Ab Montag ist die Bibliothek an der Staasstraße wieder für Ausleihe, Rückgabe und Anmeldung geöffnet. Wuppertaler mit Bibliotheksausweis können nach kurzer Eingangsregistrierung wieder selbst Lesestoff, Filme und Spiele aussuchen und sofort ausleihen. Natürlich gelten auch hier die üblichen Hygieneschutzmaßnahmen“, sagt Kathrin Petersen vom Presseamt. Sicherheit geht selbstverständlich vor: „Vorgeschrieben ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wenn Besucher sich im Haus bewegen. Es wird auch darum gebeten, Kleinkinder an die Hand zu nehmen“, so Petersen.

 

Stadt prüft Fördermöglichkeiten für Parkplätze am Ronsdorfer Bahnhof

Wohin mit dem fahrbaren Untersatz?

Seit Jahren kämpfen die Ronsdorfer Bezirksvertreter für Parkmöglichkeiten rund um den Bahnhof. Jetzt kommt Bewegung in die Angelegenheit. (Foto: AS)

(Ro./AS) Vor vielen Jahren wurde der Ronsdorfer Bahnhof modernisiert. Neben einem neuen Eingangsbereich, dem Einbau einer Rampe und eines Aufzuges gestaltete sich der „neue“ Bahnhof barrierefrei. So sollte die Verkehrswende eingeleitet werden.
Doch auf die Freude der ÖPNV-Nutzer folgte die Ernüchterung: Parkmöglichkeiten rund um den Bahnhof gab und gibt es nämlich keine. „Eine Verkehrswende hin zu einem attraktiveren Angebot im öffentlichen Nah- und Fernverkehr muss im Schulterschluss mit den Menschen geplant werden, die diesen Schritt mitgehen“, weiß der Ronsdorfer Bezirksvertreter der Linken, Jürgen Köster. Ihm fehlt es an Parkmöglichkeiten für die Menschen, die von hier aus mit der Regionalbahn S7 weiterfahren wollen. Deshalb sieht er den Verkauf einer größeren Fläche am Bahnhof an eine Spedition kritisch. Einen Lichtblick sah Köster auf der Junisitzung der Ronsdorfer Bezirksvertretung: Hier stimmten die Stadtteilparlamentarier für die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen am Ronsdorfer Bahnhof ab.
Doch mit der Schaffung von sogenannten „Kiss and Ride“-Parkplätzen ist eine grundsätzliche Verbesserung der Parksituation nicht in Sicht: Zwar kann hier bis zu einer Dauer von 30 Minuten kostenlos geparkt werden – Berufspendlern, die von hier aus mit der Bahn weiterwollen, hilft das indes nicht.  Jetzt hat Baudezernent Frank Meyer seine Unterstützung angekündigt. Er betont, dass für die Einrichtung neuer „Park and Ride“-Flächen Fördergelder zur Verfügung stehen, und wird die Angelegenheit nun prüfen.
„Es freut mich, dass ich so dazu beitragen konnte, dass es zukünftig auch am Ronsdorfer Bahnhof wieder Dauerparker geben wird, die dort ihr Auto abstellen können und so einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und des Umweltschutzes leisten“, zieht Jürgen Köster eine positive Zwischenbilanz.

 

Großflächiger Dachstuhlbrand in Ronsdorf

Feuer sorgte am Dienstagnachmittag für Großeinsatz der Rettungskräfte

Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten bereits große Flächen des Dachstuhls. (Foto: CO)

(Ro./AS) Am Dienstagnachmittag sorgte ein Brand für Aufregung in Ronsdorf: In einem freistehenden Gebäude an der Ecke Dicke Straße/Reinshagenstraße war der Dachstuhl in Brand geraten. Bei der Ankunft der Einsatzkräfte stand das Haus, das gerade saniert wird, bereits großflächig in Flammen. Ob die Reparaturarbeiten als Brandursache in Frage kommen, steht noch nicht fest.
Neben der Berufsfeuerwehr, einem Notarzt waren zwei Fahrzeuge des Löschzuges Elberfeld und der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf mit 25 Einsatzkräften vor Ort, um den Brand zu bekämpfen.
„Zwei Personen konnten über ein am Haus eingerichtetes Gerüst gerettet und einer rettungsdienstlichen Behandlung zugeführt werden. Der Transport erfolgte in ein Krankenhaus mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung“, berichtet Einsatzleiter Robert Schreiber. Weitere Personen hätten sich nicht im Haus befunden.
  Unmittelbar nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht, die den äußeren Bereich des Dachs schnell ablöschen konnten. „Im weiteren Verlauf wurde das Dach zum Löschen von Glutnestern geöffnet“, so Schreiber. Zeitgleich habe man Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes eingesetzt. Bis in die Abendstunden dauerten die Nachlöscharbeiten an. Anschließend wurde der Bereich mit Wärmebildkameras kontrolliert.

 

Jetzt droht ein Rechtsstreit

Stadtwerke verklagen Hersteller der neuen Bahnenl

Seit 2008 wird die Reformierte Kirche saniert. Geschätzte Kosten: zweieinhalb Millionen Euro, die durch Spenden und Fördergelder finanziert werden sollen. (Archivfoto: AS)

(W./AS) Ab August soll der Schwebebahnbetrieb unter der Woche ruhen: Wegen der seit April bekannten Probleme an den Radreifen soll der Betrieb von montags bis freitags ruhen – Ersatzbusse sollen die Fahrgäste auffangen. Dazu benötigen die WSW zusätzliche Busse, die nun gemietet und gekauft werden müssen, denn die Betriebspause soll bis zum Sommer kommenden Jahres andauern. Jetzt droht dem Hersteller der neuen Bahnen, Kiepe Electric, eine Klage wegen Schlechterfüllung und Schadensersatz. „Der Klageweg ist nicht risikolos, aber wir haben eine Verantwortung für Wuppertal“, sagt WSW-Aufsrichsratsvorsitzender Dietmar Bell.