Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Ein ganz großer Tag für die kleinen Leseratten

Bundesweite Aktionen sollen auch im Bergischen die Lust am Lesen wecken

Vorsicht Buch – Christian Brenscheidt von der Stadtteilbibliothek Ronsdorf führte seine kleinen Zuhörer inmitten tausender Bücher ans Lesen heran. (Foto: Privat)

(Reg./AS/Red.) Vorlesen im ganz großen Stil hat Tradition: Wie jedes Jahr am dritten Freitag im November, so haben auch in diesem Jahr die „Stiftung Lesen“, die „Zeit“ und die Deutsche Bahn dazu aufgerufen, ein öffentliches Zeichen für das Vorlesen zu setzen. Mit wachsendem Erfolg, wie die Zahlen belegen: Bei rund 660.000 Veranstaltungen bundesweit wird Kindern von Erwachsenen vorgelesen. „Es geht beim Vorlesetag darum, Kindern die Freude am Lesen vorzuleben“, erläutert Sven Ludwig, Leiter der Grundschule an der Echoer Straße, die Idee. Auch an seiner Schule wurde am Freitag vorgelesen. In der Aula unter dem Dach der Schule las der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh den Zweit-, Dritt- und Viertklässlern aus seinen eigenen Lieblings(kinder-)büchern vor.
Nicht aus seinen eigenen Kriminalromanen las der Ronsdorfer Autor und SonntagsBlatt-Redakteur den Erstklässlern in der Aula vor: Er berichtete von seiner Liebe zum geschriebenen Wort, der Leidenschaft für’s Lesen und von den Helden seiner eigenen Kindheit. Dazu passend gab er einige Szenen aus „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler zum Besten.
Auch wenn das Motto der Initiatoren in diesem Jahr Natur und Umwelt hieß, waren auch andere, spannende Themen erlaubt. „Hauptsache, es wird vorgelesen“, heißt es vom deutschlandweiten Organisationsteam.
Und vorgelesen wurde an zahlreichen Orten. Einige Mitarbeiter der Volksbank im Bergischen Land tauschten den Schreibtisch mit einem Klassenzimmer oder dem Stuhlkreis einer Kindertageseinrichtung. Die Banker  inklusive Vorstand waren im SonntagsBlatt-Land unterwegs, um bei den Kindern den Spaß am Lesen zu wecken, so auch in der Kita Klausen in Lüttringhausen und im katholischen Kindergarten Sankt Joseph in Ronsdorf.
Für Christian Brenscheidt, Leiter der Wuppertaler Stadtteilbibliothek in Ronsdorf, war es eine Selbstverständlichkeit, selbst vorzulesen. So begrüßte er Gäste aus der Kita Schenkstraße und später Schüler der Grundschule am  Engelbert-Wüster-Weg in den Räumen „seiner“ Bibliothek an der Marktstraße in Ronsdorf.

 

Die Karten sind neu gemischt

Vorbereitungen zum „Liefersack 2019“ haben begonnen

Ein Fest für alle Generationen soll der Liefersack auch im kommenden Jahr wieder werden. (Archivfoto: AS)

(Ro./AS) Die Vorsitzende des Heimat und Bürgervereins (HuB), Christel Auer, spricht über den Liefersack gern von einem „Fest von Ronsdorfern für Ronsdorfer“.
Nachdem die Bezirksvertretung dem Antrag des HuB zugestimmt hat, im kommenden Sommer wieder ein Fest auf dem Bandwirkerplatz zu veranstalten, ist der bürokratische Weg geebnet. Voraussichtlich wird die 19. Ausgabe des „Ronsdorfer Liefersacks“ am 14. und 16. Juni kommenden Jahres stattfinden.
 Das Konzept geht auch nach vielen Jahren noch auf, denn es soll ein buntes Fest für große und kleine Ronsdorfer werden. „Das positive, soziale Miteinander im Stadtteil ist unser Leitgedanke“, bringt es Chris­tel Auer auf den Punkt. Gemeint ist die Idee, die Einnahmen aus der Veranstaltung sozialen Projekten im Quartier zukommen zu lassen. Dabei hofft Auer auf dieselbe große Unterstützung der Vorjahre.
Rückblende: Allein beim letz­ten Liefersack wurden rund 16.000 Euro erwirtschaftet. Die Hälfte geht an die teilnehmenden Vereine, die sich mit Ständen und Aktivitäten beteiligen, während die andere Hälfte eben in soziale Projekte fließen soll. Mitmachen lohnt sich also. Gleichwohl hofft Auer auf neue Gesichter im Team der Unterstützer. „Wir alle sind mit den Jahren älter geworden und freuen uns auf frischen Wind.“ Nicht nur der organisatorische Aufwand, sondern auch der Auf- und Abbau sei immer ein Kraftakt. Sie appelliert daher an die Vereine, die Helferteams zu verjüngen. Das Bühnenprogramm soll eine Frischzellenkur erfahren, um mehr jüngere Gäste anzulo­cken. „Wer helfen kann, ist herzlich willkommen“, betont die HuB-Vorsitzende.
Christel Auer schätzt, dass das Orga-Team des Heimat- und Bürgervereins im Januar in die konkreten Planungen zum Liefersack 2019 einsteigen kann.

 

So kam es zur Wende

Christof Ziemer in Lüttringhausen

Christof Ziemer lieferte einen eindrucksvollen Bericht über die Wende in der damaligen DDR. (Foto: PK)

(Lü./PK) „Als ich geboren wurde, war Krieg.“ So begann Christof Ziemer seinen Vortrag im Saal der evangelischen Gemeinde zu Lüttringhausen am vergangenen Dienstag über die friedliche Revolution in der DDR, die letztendlich dann zur Wende führte. Der lutherische Theologe, eine führende Gestalt in der Friedensbewegung der unmittelbaren Vor-Wendezeit, warf einen kurzen Blick auf das eigene Leben, bevor er in die Berichterstattung über das immer noch berührende Thema einstieg.
Und Christof Ziemer weiß, über was er redet, denn das Meiste hat er als Pfarrer der Kreuzkirche in Dresden hautnah miterlebt. Er ist ein Zeitzeuge über das letzte Jahrzehnt der DDR. Der Referent redet über die Breschnew- und die Sinatra-Doktrin und stellt Michail Gorbatschow als eine wichtige Persönlichkeit vor, die zur sogenannten Wende viel beigetragen habe. Er erzählt über die Reformunwilligkeit der Oberen und über die Reformnotwendigkeit, die das Volk erkennt. Natürlich ist Dietrich Genschers Rede in Prag ein Thema, und – ebenso natürlich – die Leipziger Friedensgebete. Die eigentliche Wende, so Ziemer, hat sich innerhalb von vier Wochen abgespielt, zwischen dem 3. Oktober und dem 9. November 1989. Zuerst findet das historische Ereignis in Leipzig und Plauen statt (7. bzw. 9. Oktober), dann tritt Honecker zurück (16. Oktober) und Günter Schabowski spricht seinen berühmtesten Satz („Nach meiner Kenntnis: Unverzüglich“ – 9. November). Am 19. Dezember besucht der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl Dresden.
Eine beeindruckende Geschichtsstunde war das, dargeboten von einem Zeitzeugen, der die Kraft, die uns bewegt, auch selbst verkörpert. Denn trotz seines aufregenden Lebens sieht man ihm seine beinahe 80 Lebensjahre nun wirklich nicht an.

 

Die Nerven unzähler Autofahrer liegen täglich blank

Der tägliche Wahnsinn auf der Staubenthaler Straße in Ronsdorf kostet Zeit und Nerven. (Foto: AS)

(Reg./AS) Wer in diesen Tagen mit dem Auto unterwegs ist, braucht starke Nerven – und mehr Zeit für den täglichen Weg zur Arbeit. Seit dem Ende der Herbstferien gibt es lange Autoschlangen in der Region. Nicht nur auf der A 46 rund um Wuppertal, sondern auch auf den Südhöhen staut es sich. Die Stadtwerke bauen seit Monaten auf Küllenhahn, dem Hahnerberg und auf der Hastener Straße und muten den Verkehrsteilnehmern lange Umwege und Wartezeiten zu. Ähnlich drastisch ist die Situation zwischen Lichtscheid und dem Anschluss der A 1 in Ronsdorf. Immer zur Rushhour staut es sich auf der Parkstraße, innerorts klagen Autofahrer über Staus und Wartezeiten auf der Remscheider Straße, der Erbschlöer und der Staubenthaler Straße.
Die Vermutung, dass der Landesbetrieb „Straßen.NRW“ auf Lichtscheid die Ampelschaltungen anders getaktet hat, wurde nicht bestätigt. Einen rationalen Grund für die Staus scheint es – zumindest in Ronsdorf – nicht zu geben, wie Ulrike Schmidt-Keßler vom Presseamt der Stadt auf die SonntagsBlatt-Anfrage betont: „Tat­sächlich ist der November ein verkehrskritischer Monat.“ Ein Grund für das erhöhte Verkehrsaufkommen könnte der Umstand sein, dass in diesen Wochen niemand im Urlaub ist und alle mit dem eigenen Wagen zur Arbeit fahren. Auch die veränderte Witterung könnte eine Ursache sein, so Schmidt-Keßler: „Oft sind wir in der Dunkelheit unterwegs, das sorgt für schlechte Sichtverhältnisse, die durch beschlagene Autoscheiben noch verschlechtert werden, Laub auf den Straßen sorgt für glatte Fahrbahnen, das alles führt zu einem veränderten Fahrverhalten.“ Eine Lösung für das Problem scheint es also nicht zu geben. So bleibt nur, für den Weg ins Büro oder in die Firma etwas mehr Zeit einzuplanen – oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

 

Endlich Punktgewinn für Linde

Kein Zähler für FCR · TSV verliert Spitze · Nur TSV II siegt

Lukas Reinartz schoss in der 55. Minute in Unterzahl das 2:0 für den TSV. Doch das reichte am Ende nicht. Die Partie ging mit 2:5-Toren verloren. (Foto: db)

(Reg./PK) Nach den turbulenten Tagen beim Landesligis­ten FC Remscheid (Jahreshauptversammlung, Rücktritt des sportlichen Leiters Haris Babic, sofortige Freistellung von zwei Spielern) konnte sich das Team trotz guter und engagierter Leistung gegen den TVD Velbert nicht behaupten und unterlag am Ende mit 2:3- Toren.
Nun findet sich die Mannschaft um Noch-Trainer Acar Sar als Tabellenletzter wieder. Am Sonntag reist der FCR an den Niederrhein, um seine Visitenkarte beim ASV Süchteln abzugeben. Der Tabellenelfte ist sicher keine Übermannschaft. Bei einer vergleichbaren Leistung wie in der Vorwoche sollte der Gast punkten können.
Der TSV 05 Ronsdorf musste die Stärke des SC Reusrath anerkennen. Der Gast aus Langenfeld dominierte das Geschehen an der Parkstraße, gewann trotz 0:2 noch mit 5:2 und ist neuer Tabellenführer in der Bezirksliga. Der TSV rangiert wieder auf dem zweiten Rang in Lauerstellung. Der Gast am nächsten Sonntag sollte bei einer soliden Leistung bezwungen werden können, denn DITIB Solingen ist ein Durchschnittsteam der Liga und rangiert im unteren Mittelfeld der Tabelle.
Einen Achtungserfolg konnte der SV Jägerhaus-Linde verbuchen. Bei der Partie gegen den SSV Berghausen schoss jedes Team ein Tor und bekam einen Punkt. Der reicht für die Linder zwar nicht aus, das berühmte Licht am Ende des Tunnels zu erkennen, aber vielleicht war das ja doch ein Anzeichen dafür, dass sich die kontinuierliche Arbeit noch auszahlt.
Besser wird man das nach dem kommenden Sonntag beurteilen können, denn die 1. Spvg. Solingen-Wald erwartet den Tabellenletzten Linde. Der Gastgeber ist ebenso stark vom Abstieg bedroht und mit bisher 35 Gegentreffern besonders in der Abwehr anfällig.
In der Kreisliga A setzte die Zweite des TSV 05 Ronsdorf ein Zeichen: Türkgücü Velbert konnte mit 4:2-Toren besiegt werden. Die Jungs um Trainer Andreas Lischke sind auf Tabellenplatz drei gelandet und momentan in hervorragender Form.
Der SSV Germania 1900 scheint etwas zu schwächeln. Gegen die Reserve des SC Velbert konnte man nicht viel ausrichten (1:3). Nach wie vor ist die Germania aber beinahe ungefährdet Tabellenführer. Am Sonntag kommt es auf der Waldkampfbahn zum mit Spannung erwarteten Derby: Die Zebras sind Gastgeber gegen die Germania. Tabellendritter gegen Tabellenführer. Das verspricht eine hochklassige und eventuell auch torreiche Partie zu werden. Wer weiß, was noch passiert, wenn der TSV II siegen sollte. Die Saison ist noch sehr lang.