Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Der Sommer ist da und
die Party-Saison eröffnet

Zahlreiche Sommerfeste im SonntagsBlatt-Land laden zum Mitfeiern ein



Die Remscheider Coverband „Fachwerk“ sorgte für gute Stimmung rund um den Lüttringhauser Brunnen. (Foto: AS)

(Lü./Ro./AS) Gute Stimmung herrschte am vergangenen Wochenende in der Region: Ungeachtet der schweren Unwetter haben die Menschen im Bergischen Land das Feiern noch lange nicht verlernt.
Neben unzähligen kleineren Sommerfesten im SonntagsBlatt-Land gab es zwei Höhepunkte, die Besucher von außerhalb anzogen: Premiere feierte dabei am Samstagabend das erste Lüttringhauser Brunnenfest. Für gute Stimmung sorgte das Bühnenprogramm der Remscheider Coverband „Fachwerk“ mit rockigen, fetzigen, souligen und gefühlvollen Interpretationen bekannter Titel.
Zufrieden mit der Resonanz der Lütterkuser waren auch die Initiatoren vom Marketingrat, denn es gab Grund zum Feiern: Seit 15 Jahren schon engagiert sich der Marketingrat dafür, Lüttringhausens Image weiter nach vorn zu bringen. Aktiv setzt man sich für den Stadtteil ein – das Team um Markus Kärst, Berthold Hartman und Christine Große-Hering will alles versuchen, Lütterkusen noch attraktiver zu machen. Der unermüdliche Einsatz wurde sogar von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz honoriert: So ließ es sich Remscheids erster Bürger nicht nehmen, die durstigen Kehlen der Besucher selbst mit erfrischenden Getränken zu kühlen: Er zapfte stundenlang Bier und schenkte kalte Getränke aus.
Durchweg gut war auch die Stimmung beim Ronsdorfer Bürgerfest im Ascheweg, das wieder von der Werbegemeinschaft „Wir in Ronsdorf“ (W.i.R.) veranstaltet wurde. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wurde der Ascheweg zur Flaniermeile mit Urlaubsfeeling. Groß und Klein kamen auf ihre Kosten, denn vom Kinderschminken bis zur Bühnenshow mit Musik von den „Local Hazards“ und einem Quiz war alles vertreten.
Besonders stolz waren Martina Krieger, gute Seele der „W.i.R.“, und Christel Auer, Vorsitzende des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins (HuB), auf die Zusammenarbeit: Zum ersten Mal verkauften beide Ins­titutionen selbstgebackenen Kuchen. „Eine Premiere, über die wir uns sehr freuen“, zeigte sich Christel Auer begeistert von der Kooperation. Ein gutes Beispiel von Zusammenhalt im schönsten Stadtteil Wuppertals, zumal der Erlös aus dem Verkauf der süßen Leckereien dem Sozialen Hilfswerk (SHW) zugute kam. Da ist es kein Wunder, dass es sich Wuppertals Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn nicht entgehen ließ, den Kuchen zu probieren.
Womöglich lag es am vorsommerlichen Wetter, dass die Besucher des Bürgerfestes sich nicht nur mit kulinarischen Leckereien aller Couleur versorgten, sondern auch von exotisch anumtenden Cocktails am Stand des Cocktail-Taxis probierten. Die Stimmung im Ascheweg war rundum sommerlich gut, sodass es auch zufriedene Gesichter bei den Ini­tiatoren des Bürgerfestes gab.
Ein positives Fazit zogen auch die Schausteller, die nach Ronsdorf gekommen waren, um für einen angenehmen Adrenalin-Schock zu sorgen. Nicht nur die Jugendlichen hatten sichtlich Spaß an den Fahrgeschäften und nutzten das gute Wetter an allen drei Tagen, um es sich gleich vor der Haustür einmal richtig gutgehen zu lassen.

 

Musikalische Sternstunde in der Lutherkirche

Der gemischte Chor „Lucky Tones“ musizierte zusammen mit einem Jazz-Trio



Das Jazz-Trio und der Chor „Lucky Tones“ sorgten für eine musikalische Sternstunde in der Lutherkirche. (Foto: PK)

(Reg./PK) „Gospel Meets Jazz“. Als diese Ankündigung auf den Redaktionstisch segelte, war ich zunächst mal skeptisch. Zu oft schon hat man Konzerte besucht, in denen von Jazz die Rede war, nur weil irgendein Musiker fehlerfrei ein Stück von Kenny G. nachspielen konnte. Ich sollte mich wundern.
Vergangenen Samstag fand in den Räumen der Lutherkirche in Ronsdorf ein hoch bemerkenswertes Konzert statt. Der Gospelchor „Lucky Tones“ hatte sich ein Jazz-Trio als musikalischen Gast eingeladen. Pianist Robert Boden, Wolfgang Engelbertz am Kontrabass und Drummer Peter Funda waren jedoch mehr als reine Begleiter. Sechs Stücke spielten sie ohne Chor – und DAS war wirklich Jazz.
Der Gesang des Chores wurde durch das Hinzuziehen des Trios deutlich aufgewertet. Sind so temperamentvolle Kompositionen wie „Amen“ oder „Sing, Sing, Sing“ (Louis Prima) schon dazu geeignet, heftig mit den Füßen zu wippen, swingte es jetzt wie ... Entschuldigung ... Hölle. Die „Little Jazz Mass“ des ehemaligen King's Singers Bob Chilcott entpuppte sich als komplexes modernes Jazz-Werk, das leider nach zwölf Minuten vorbei ist. Das vom Chor a capella vorgetragene „Evening Rise“, eine Meditation der Hopi-Indianer, bestach vor allem durch seine kluge Architektur, und die Sängerinnen und Sänger, durch die Energie des Piano-Trios regelrecht aufgeladen, zelebrierten den Gesang mit ganzem Herzen. Christian Auhage als Leiter des Chores war ebenso sichtlich begeistert. Wird der Mann immer besser? Auszuschließen ist das nicht.
Das Piano-Trio glänzte vor Allem in „Bye Bye Blackbird“ (Ray Henderson) und Stings „Fragile“, das als verkappter Samba verkleidet war. Bassist Engelbertz und besonders Schlagzeuger Funda konnten solistisch überzeugen. Da klang die Lutherkirche wie ein Jazzclub. Oscar Peterson und Herbie Hancock hätten Spaß gehabt.
Und als der Beifall scheinbar kein Ende nehmen wollte, holten alle Musikerinnen und Musiker noch zu einer Zugabe aus: Duke Ellingtons „It Don’t Mean A Thing“. Das hatte Swing, Enthusiasmus, überbordende Spiel- und Gesangfreude bei allen Beteiligten. Große Musik! Das swingte wie ... genau so.
Ich hatte die Freude, neben Pfarrerin Ruth Knebel zu sitzen, die eigentlich ein Mitglied der Lucky Tones ist, aus gesundheitlichen Gründen jedoch leider nicht mitsingen konnte. Nach dem Konzert war mehr als ein Lächeln im Gesicht von Ruth Knebel. War da ein Leuchten? Auszuschließen ist das nicht.

 

Abschied von Reinhart Herfort

Schulleiter geht bald in den Ruhestand



Schuldezernent Dr. Stefan Kühn (li.) verabschiedet EFG-Schulleiter Reinhart Herfort. (Foto: AS)

(Ro./AS) 35 Jahre lang war Reinhart Herfort im Schuldienst tätig; allein in den vergangenen 18 Jahren leitete er die Geschicke der Ronsdorfer Erich-Fried-Gesamtschule (EFG) An der Blutfinke.
Mit einem Festakt im Ratssaal des Wuppertaler Rathauses wurde Herfort am Donnerstag gemeinsam mit 113 weiteren Kollegen aus dem Wuppertaler Schuldienst von Bürgermeisterin Maria Schürmann, der Schulamtsleiterin Christina Willert aus Düsseldorf und von Wuppertals Schuldezernenten Dr. Stefan Kühn in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Kühn lobte das langjährige Engagement Herforts, der sich den immer neuen Herausforderungen des Schuldiens-­tes immer gestellt habe. „Bildung ist entscheidend für die Entwicklung unserer Gesellschaft“, betonte Dr. Stefan Kühn in seiner Ansprache.

 

Mundart ist wieder in

Lütterkuser Volksbühne feiert Premiere



(Lü.) Hie wued Platt gekallt: Am vergangenen Wochenende fand in der malerisch-bergischen Kulisse der Lüttringhauser Volksbühne bei bestem Open-Air-Wetter die Premiere des neuen Heimatspiels mit dem vielsagenden Titel „Üöhm Pitters Krüönselstrüükelschen“ unter der Regie von Udo Leonhardt statt. Und, um dem Grundsatz vom „Plattkallen“ auch im neuen Stück umzusetzen, wurde der Text von Christian Wüster durch Hans Grote in Lütterkuser Mundart umgearbeitet. (Foto: AS)

Heimatspiele Termine:
Auch an diesem Wochenende und am nächsten Wochenende finden die Lüttringhauser Heimatspiele statt, jeweils samstags und sonntags um 16 Uhr. Am heutigen Samstag folgt im Anschluss der Restaurant Day auf der Gertenbachstraße. Alle weiteren Infos gibt es unter „luettringhauser-volksbuehne.de“.

 

Die Sonne lacht beim Umweltfest

Auch bei der 15. Auflage: Natur mit allen Sinnen erleben



Mittendrin statt nur dabei waren die Zuschauer beim Umweltfest. (Foto: MM)

(El./MM) Ein großes Gewusel war es am vergangenen Samstagnachmittag wieder, welches in der Station Natur und Umwelt (StNU) und ihrem weitläufigen Freigelände zu beobachten war. Hunderte Besucher waren an die Jägerhofstraße in der Elberfelder Südstadt gekommen, um getreu des Stationsmottos „Natur erfassen – Natur zum Anfassen“ bei der 15. Auflage des Umweltfestes richtig viel zu erleben. „Wir freuen uns, dass so viele Kinder und Erwachsene gekommen sind“, erklärte Fördervereinsvorsitzender Peter L. Engelmann – verbunden mit einem bangen Blick zum Himmel. Aber wie (fast) immer: Die Sonne lachte, als das Umweltfest eröffnet wurde.
An über 30 Ständen hielten die StNU und Kooperationspartner beim „Fest der offenen Türen“, wie es Engelmann nannte, viel Wissenswertes parat. Bei der Natur-Schule Grund aus Lüttringhausen konnte man beispielsweise Tierspuren erkennen, bei den „BaumHirten“ mal in luftige Höhen klettern oder beim Bienenzuchtverein Cronenberg einen Blick in die „Häuser“ der fleißigen Insekten werfen. Die Freiwilligen des Ökologischen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes der Umweltstation hatten einen Schubkarren-Parcours aufgebaut, die Rosenfreunde des Bergischen Landes zeigten, wie man gesunde Rosen ohne Einsatz von Spritzmitteln bekommt und die Igelschutz-IG hatte viele Infos rund um den igelfreundlichen Garten dabei. Darüber hinaus gab es Ponyreiten, Jung und Alt konnten bei Gudrun Balewski am Blockhaus wieder Kränze binden und fehlen durfte natürlich auch die Falknerei Pierre Schmidt mit ihren Greifvögeln nicht.
Hier gab es direkt zu Beginn des Umweltfestes eine kleine Premiere: Die junge Eule Elsa hatte ihren ersten öffentlichen Flugauftritt bei einem Fest – und meisterte ihn mit Bravour. Für viele Lacher sorgte hingegen der heimliche Star der StNU-Feste, Seeadler Alaska: Er bevorzugte bei Temperaturen von über 25 Grad eher die kürzeren Distanzen und legte auch gerne mal einen kleinen Spaziergang zwischendurch ein. Auch Vögeln ist es ab und zu warm ...