Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Die Bergischen Becher:
Mehrweg statt Einweg

Wuppertal, Remscheid und Solingen machen sich stark für Nachhaltigkeit

Bergische Kooperation: Alle drei Städte nehmen an der „Becherkarte“ teil. (Foto: AS)

(Reg./AS) Es sind die Fakten, die für sich sprechen – und ein Handeln erfordern: Dreimal täglich reinigen Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG) den Platz am Döppersberg und rund um den neuen Hauptbahnhof in Elberfeld.
„Unsere Leute räumen hauptsächlich Verpackungsmüll weg“, bilanziert AWG-Sprecher Andreas Spiegelhauer. Ein großes Problem sind dabei die Plastik- und Pappbecher, in denen „Coffee to go“ verkauft wird.
Dem sogenannten „Littering“, der Nutzung von Einwegverpackungen, hat man vor einiger Zeit schon den Kampf angesagt. Jetzt machen die drei bergischen Großstädte gemeinsame Sache. Wuppertal, Remscheid und Solingen haben eine Website ins Netz gebracht, auf der sich Nutzer informieren können, wo es Mehrwegbecher gibt – sie schonen die Umwelt und den Geldbeutel.
„Die sogenannten „Take-Away-Verpackungen“ sind unser größtes Problem“, verdeutlicht AWG-Geschäftsführer Martin Bickenbach die Problematik. Noch im Jahr 2005 habe diese Art der Verpackungen noch gar keine Bedeutung gehabt. Erst in den letzten Jahren sei man sich darüber bewusst geworden, dass eine Plastiktüte beispielsweise durchschnittlich nur 25 Minuten in Gebrauch ist, es aber 450 Jahre dauert, bis sie zersetzt sei.
Oder eben die 2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher, die pro Jahr deutschlandweit in Umlauf gebracht werden:  Sie bereiten den Verantwortlichen Kopfschmerzen. „Zumal ein solcher Einwegbecher durchschnittlich nur 15 Minuten in Gebrauch ist“, verdeutlicht Oberbürgermeister Andreas Mucke die Problematik der Wegwerfgesellschft. Dabei appellieren die drei Oberbürgermeister Andreas Mucke, Burkhardt Mast-Weisz und Tim Kurzbach auch an das Umwelt- und Sauberkeitsbewusstsein der Bürger:  „Bei etwa knapp der Hälfte des freigelassenen Mülls befindet sich ein öffentlicher Abfalleimer in unmittelbarer Nähe“, verdeutlicht Wuppertals Erster Bürger, Andreas Mucke. Der beste Abfall sei aber der, der gar nicht erst entsteht. Darüber sind sich die drei Stadtoberhäupter einig. Jetzt machen die bergischen Großstädte gemeinsame Sache – sie haben dem „Littering“ den Kampf angesagt und eine Übersichtskarte erstellt, in der sich die Nutzer über Cafés, Bäckereien und andere Ausschankstellen im  Bergischen informieren können, wo entweder Pfandbecher ausgegeben – oder der eigene, mitgebrachte Mehrwegbecher aufgefüllt werden kann. Einige Teilnehmer bieten ihren Kunden sogar einen Rabatt von bis zu zwanzig Cent an. So wird der Umweltschutz gleich belohnt. 36 Teilnehmer gibt es bereits. „Das klingt vielleicht wenig, dahinter verbergen sich aber zahlreiche Bäckereien, die mehrere Filialen betreiben und so am System teilnehmen“, erläutert Andreas Mucke.
Die  Bäckerei Beckmann verkauft beispielsweise ihren Kaffee in Pfandbechern und in mitgebrachten Bechern. Die Ronsdorfer Tankstelle Buscher nimmt am „CupforCup“-Sys-tem teil und tut so etwas für die Nachhaltigkeit. Auch in den Niederlassungen der Bäckerei Steinbrink ist das Auffüllen von mitgebrachten Bechern möglich – zudem nimmt     man am „Meer-wert-Becher“-Sys-tem teil – weitere Teilnehmer werden in Kürze auf der bergischen Becherkarte hinzugefügt. „Wo es in Wuppertal, Solingen und Remscheid Kaffee im Mehrweg- oder Pfandbecher gibt, sieht man auf dieser Karte“, sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke. Passend zur in dieser Woche begonnenen Aktion haben die bergischen Städte Müllwagen plakatiert, die auf die Becherkarte hinweisen.
Man wolle ein Bewusstsein schaffen, verdeutlicht Remscheids OB Burkhardt Mast-Weisz. Zehn Fahrzeuge sind es in Wuppertal, in Remscheid und Solingen fahren je acht Müllwagen mit dem Plakat der Becherkarte durch die Straßen.

 

Ein ganzer Stadtteil feiert sein Jubiläum

275 Jahre Ronsdorf – das Festkomitee plant zahlreiche Veranstaltungen

Das Jubiläumsfest auf dem Bandwirkerplatz soll ein buntes Fest von allen für alle werden – so wünscht es sich das Festkomitee. (Foto: AS)

(Ro./AS) Der Countdown läuft bereits: Ende März fällt der Startschuss zu den großen Feierlichkeiten, mit denen Ronsdorf sein 275-jähriges Bestehen feiert. Das Festkomitee, bestehend aus Mitgliedern der Bezirksvertretung, der Interessengemeinschaft „Wir in Ronsdorf“, kurz „W.i.R.“, und des Heimat- und Bürgervereins, haben sich eine Menge einfallen lassen. „Wir sind immer noch in der Planungsphase und es bedarf noch einiger Abstimmung“, berichtet Christel Auer, Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins (HuB).
Los geht es am 20. März um 18 Uhr mit einer Ausstellung im Foyer der Stadtsparkasse an der Staasstraße: Darin geht es um 275 Jahre „Stadt Ronsdorf“. Der Höhepunkt des Festjahres wird dann aber sicher das große Stadtteilfest sein, das am Wochenende vom 19. und 20. Juli auf dem Bandwirkerplatz geplant ist. „Unter dem Motto ,Ronsdorf ist stark’ möchten wir ein attraktives  Ronsdorf mit all seiner Vielfalt präsentieren“, so Christel Auer im Gespräch mit dem SonntagsBlatt. Dabei soll der Zusammenhalt im Stadtteil gefeiert werden – Mitstreiter werden noch gesucht, wie Auer betont: „Alle können mitmachen: Vereine, Organisationen, Institutionen, Geschäftsleute, aber auch Privatleute.“ Viele Vereine hätten ihre Teilnahme schon signalisiert, so Auer weiter. Da man sich offen in alle Richtungen zeigen möchte, ist man für Anregungen und Ideen auch weiterhin dankbar. Am Freitag des Festwochenendes soll um 18 Uhr die offizielle Eröffnung des Stadtteilfestes stattfinden. „In diesem Rahmen soll dann auch die umgebaute Bushaltestelle Staasstraße offiziell eingeweiht werden“, freut sich Christel Auer. Lange hatten sich Ronsdorfer für das Nadelöhr an der Staasstraße eingesetzt, jetzt soll die Umsetzung des Ausbaus erfolgen (das SonntagsBlatt berichtete). Dazu gibt es „Pauker live on Stage“, denn den musikalischen Part des Abends bestreitet die Lehrerband der Erich-Fried-Gesamtschule.
Der Samstag soll mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnen, danach sind verschiedene Auftritte auf der großen Bühne geplant. Auch an das junge Publikum habe man gedacht, so Auer: „Große Unterstützung bekommen wir von der „OT Sankt Joseph“, der Evangelischen Gemeinde und dem Jugendzentrum Scheidtstraße.“
Offen für neue Ideen zeigen sich „W.i.R“, HuB und BV: So soll es beim Fest unter anderem den ersten Ronsdorfer Escape-Room geben. Spannung und Unterhaltung sind also garantiert beim großen Fest.

 

Ein Engagement, das begeistert

„Fridays for Future“-Aktivisten bei den NaturFreunden

Jasper Storms, Arian Gaubig und Paula Knoch (von links) berichteten von ihrem Engagement bei „Fridays for Future“. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) Es war eine große Freude, den drei jungen Menschen von der Aktionsgruppe „Fridays for Future“ am Sonntag bei den NaturFreunden zuzuhören. Mit welcher Begeis-terung sie von ihrem jetzt beinahe einjährigen Engagement erzählten, war ausgesprochen faszinierend.
Mehr als eine Stunde lang hatten Paula Knoch, Jasper Storms und Arian Gaubig von ihren Erfahrungen berichtet. „Wir waren zu Beginn nur wenige Schüler, aber im Verlaufe des Jahres ist es uns gelungen, Demonstrationen zu organisieren, bei denen mehr als 5.000 Menschen durch Wuppertal zogen“. Das Bewusstsein, man ist nicht alleine in seinem „Kampf“ um eine bessere Welt, motiviert die drei genau wie weitere Aktivisten in Wuppertal, für eine bessere Zukunft und Umwelt zu streiten. Schade sei es gewesen, dass der Antrag „Klimanotstand in Wuppertal“ gescheitert sei. Aber sie wollen in diesem Jahr einen neuen Anlauf nehmen, den Rat der Stadt davon zu überzeugen. Das, was die jungen Menschen vortrugen, war nicht nur höchst interessant, sondern man konnte den jungen Menschen anmerken, dass sie es ernst meinen, mit der Veränderung des Bewusstseins der Menschen und der Veränderung der Umwelt. Natürlich trafen die drei Aktivisten bei den Naturfreunden auf ein positiv gestimmtes Publikum. Was sich auch darin zeigte, dass am Ende des Vortrages ein Hut herumgereicht wurde, um Spendengelder für die Bewegung zu sammeln.

 

Die Südwest-Baskets trauern

(Ro./Red.) Janine Benecke und Katarina Majic, zwei Spielerinnen der Damenmannschaft unseres Vereins, sind auf tragische Weise von uns gegangen. Diese unfassbare Nachricht erreichte uns Anfang letzter Woche. Beide starben in der Nacht zum Sonntag (5. Januar) bei einem tödlichen Unglück in Südtirol, wo sie gemeinsam Urlaub machten. Sie teilten viel mehr als die Liebe zum Basketball und waren beste Freundinnen. So plötzlich, so unbegreiflich, so unermesslich schmerzhaft wurden sie viel zu früh aus dem Leben gerissen. Janine und  Katarina wurden nur 22 Jahre alt.
Janine Benecke, Tochter des 2. Vorsitzenden der Südwest Baskets, Frank Benecke, gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Svenja seit Jahren im Südwest-Trikot aktiv, fing bereits in der U13 mit dem Basketballsport an und war im Jugendbereich des Vereins erfolgreich. Anschließend wechselte sie in den Damenbereich.
Mit ihrer immer fröhlichen und positiven Art steckte sie Trainer und Mannschaft an und war hauptverantwortlich für tollen Zusammenhalt und Kampfgeist ihrer Teams. Auch nachdem sie mit Hilfe ihrer Familie und Freunde den langen Kampf gegen den Krebs gewonnen hatte, kehrte sie in ihren geliebten Basketballsport zurück und inspirierte alle mit ihrer unbändigen Lebensfreude. Indem Janine alle zum Lachen brachte, hat sie auf die natürlichste Weise Frieden gestiftet und das Team zusammengehalten. Sie konnte sich mit und über jede im Team freuen. Mit ihrer quirligen, verrückten Art hat sie jede Trainingseinheit, jedes Spiel und besonders jedes Trainingslager zu einer unvergesslichen Zeit gemacht. Ihre Willenskraft und ihr Durchhaltevermögen waren immer wieder beeindruckend. Sie war eine Kämpferin.
Katarina Majic war seit 2018 bei den Damen der Südwest Baskets, spielte jedoch vorher bereits eine lange Zeit beim Stadtnachbarn Barmer TV und begann ebenfalls bereits in der Jugend mit dem Basketball, ihrer Leidenschaft. Sie spielte immer gerne Basketball und vertrat den Verein mit Stolz. Obwohl sie die meiste Zeit auf der Center Position spielte, hatte sie das Ballhandling und den Schuss eines Point Guards sowie die Schnelligkeit eines Forwards. Auf ihre sicheren und cleveren Pässe war stets Verlass. Sie war der perfekte Allrounder, den jedes Team braucht. Wenn sie auf dem Feld stand dann wusste man, dass sie immer alles gab und mit voller Leidenschaft bei der Sache war. Basketball verband sie immer mit Freundschaften. Jeder der mit ihr spielen durfte, wusste, dass der Spaß mit ihr nicht zu kurz kommen würde.  Katarina trug neben ihrer lässigen, coolen, aber auch herzlichen und humorvollen Art zu einer positiven Stimmung im Team bei, wodurch sie jeden um sich herum mit ihrem Lachen ansteckten konnte.
Sie feierte jeden Korb oder Block ihrer Teamkolleginnen, egal ob auf oder abseits des Feldes. Sie hatte immer ein offenes Ohr, hörte ihren Freunden zu oder half ihnen in schweren Zeiten. Es ist unmöglich, so jemanden wie Katarina mit all ihren Eigenschaften zu ersetzen. Doch alle, die sie kennenlernen durften, hatten das große Glück, eine liebe, offenherzige, loyale, stilvolle und vertrauenswürdige Person gekannt zu haben.
Beide werden immer besonders bleiben!
In tiefer Trauer sind nicht nur aktuelle und ehemalige Mannschaftskameradinnen und Trainer von Janine und Katarina. Der Schmerz ist riesengroß und das Schicksal der beiden berührt viele Menschen. Unser alle Mitgefühl gehört den beiden Familien. Die Lücke, die der plötzliche Tod von Katarina Majic und Janine Benecke reißt, ist riesengroß.