Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Verplant? Polizei bleibt
nun wohl auf Lichtscheid

Gelände an der Parkstraße ist zu klein – bald Ausbau an der Müngstener Straße?



Schon ein Laie kann erkennen, dass das vorgesehene Gelände (rot) an Justizschulen und JVA für die Polizei nicht ausreichend dimensioniert wäre, zumal durch den Ausbau der L 419 ein weiterer Streifen geopfert werden müsste.  Da bietet das Areal (gelb) auf Lichtscheid doch eine Menge mehr Möglichkeiten, zumal dort schon vieles vorhanden ist, was nur zu modernisieren wäre. (Fotos: Archiv)

(Reg./JoB) Schon seit geraumer Zeit weisen Instandhaltungsarbeiten auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei an der Müngstener Straße darauf hin, dass es für die Behörde und ihre Einsatzkräfte an diesem Standort weitergehen wird.
Vom Tisch ist offensichtlich die Planung eines Neubaus an der Parkstraße neben Justizschulen und JVA Ronsdorf – das Gelände ist schlichtweg zu klein für alle Anforderungen.
Die neuerlichen Planungen scheinen weiter fortgeschritten zu sein, gab es doch auch schon gemeinsame Begehungen vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) und In­nenministerium.
Mit der neuen Landesregierung hat diese Entwicklung wohl weniger zu tun, sind laut gut unterrichteter Kreise die Pläne zum Ausbau der Müngstener Straße doch schon unter der vorigen Regierung intensiv verfolgt worden. Nur der Öf­fentlichkeit wurde weiter – aus was für Gründen auch immer – die Parkstraßen-Va­ri­ante dargelegt. Welche Nutzung die Planer für das Grundstück an der Parkstraße und die darauf stehenden Gebäude jetzt vorgesehen haben, ist offen.
Welche Auswirkungen die neue Entwicklung auf die Entscheidung über den Forensikstandort hat, wird im Rat der Stadt abzuklären sein.


 Verlautbarung an die Polizeibediesteten des PP Wuppertal

Das bisher für eine Verlegung des Standortes Müngstener Straße an die Parkstraße vorgesehene Grundstück hat sich durch die gewandelten Anforderungen an den neuen Standort als definitiv zu klein erwiesen. Insbesondere das zu errichtende Regionale Trainingszentrum (RTZ) einschließlich des Trainings AMOK-TE erfordert eine bebaubare Grundfläche, die auf der Parkstraße nicht vorhanden ist. Auch mit Blick auf den zu erwartenden weiteren Personalzuwachs unserer Behörde wä­ren die Kapazitäten an der Park­straße nicht ausreichend.
Vor diesem Hintergrund wird der BLB nun prüfen, ob alle Organisationseinheiten (einschließlich RTZ und AMOK-TE) weiterhin auf der Müngstener Straße untergebracht werden können. Dies nicht zuletzt auch, weil getrennte Standorte die behördliche Aufgabenerfüllung und Zusammenarbeit deutlich erschweren würden. Sollte die Prüfung zu einem positiven Ergebnis führen, würde der Standort Müngstener Straße saniert. Dies würde voraussichtlich auch Neubauten einschließen. Ein Ergebnis der Machbarkeitsprüfung durch BLB bleibt jedoch zunächst abzuwarten.


Kommentar

Was der Bürger an Planungen in letzter Zeit offeriert bekommt, ist teilweise haarsträubend. Man ist dann immer wieder froh, wenn sich Bürger für das Gemeinwohl einsetzen und Ideen einbringen, wenn Planer zur Vernunft finden und gemeinsam Kompromisse erarbeitet werden, auch wenn vorher schon etliche Gelder verbrannt wurden. Beklemmend ist nur, dass es immer wieder Menschen gibt, die bereit sind, in vorauseilendem Gehorsam die sofortige Umsetzung von Behördenmaßnahmen zu fordern. Dass Planer aber auch irren können, ist hinlänglich bekannt. Andersdenkenden Realitätsverlust vorzuwerfen und sie zu diffamieren, hat mit Demokratie und Gemeinsinn herzlich wenig zu tun. (JoB)


 

Weihnachtsmarkt:
„Xmas-Party“ war ein Kracher

In „Downtown L.A.“ wurde am ersten Advents-Wochenende gebummelt und gefeiert



Gut gefüllt zeigte sich die Gertenbachstraße am Sonntag mit winterlicher Schneedekoration – am frühen Nachmittag dominierte aber leider der Regen. (Foto: MM)           

(Lü./MM) Dicht gedrängt schoben sich wieder die Menschenmassen die Gertenbachstraße hinab und hinauf. Dickere Schneeflocken fielen vom Himmel und machten die Lüttringhauser Altstadt zu einem Winterwunderland. Kurz nach der Eröffnung passte am vergangenen Sonntag beim ideellen Weihnachtsmarkt eigentlich alles. Im Laufe des Tages wurde der Schnee dann aber zu Regen – und die Straße leerte sich merklich. Aber das auch nur kurz: Kaum hatte es wieder aufgehört, kamen neue Besucher vorbei.
Und die wurden belohnt: Selbstgemachtes aus der Küche oder der Handarbeits-Werkstatt, Bücher von den „Lütteraten“, Chili con carne oder eine bewährte Bratwurst, Lakritz oder Holz-Deko, warmer Apfelsaft oder natürlich leckerer Glühwein – das Angebot war wieder äußerst vielfältig. Zwischen manchen Ständen klafften allerdings größere Lücken, was bei vielen etwa in den sozialen Netzwerken auf Kritik stieß: „Für das Wetter am Nachmittag konnte keiner was, aber es werden immer weniger Stände“, war dort etwa zu lesen. Die ganzen Vereine, Initiativen und Händler, die jedoch gekommen waren, sorgten für schöne Stimmung. Was einzig fehlte, war vor allem etwas Weihnachtsmusik, die große Bühne an der Tannenbergstraße war nicht den ganzen Tag über bespielt.
Die hatte es dafür bereits am Vorabend gegeben: Zum ersten Mal stieg auf dem Ludwig-Steil-Platz die erste „Xmas-Party“, die viele – auch zahlreiche Auswärtige – anlockte. Bis in die Nacht hinein wurde am Fuße der Stadtkirche bei Musik vom DJ getanzt und geklönt. „Es war sensationell, ein super Erfolg“, freute sich Organisator Thomas Schulte über die riesige Resonanz. Aus dem Stegreif war die Veranstaltung in „Downtown L.A.“ (in der Lüttringhauser Altstadt) geplant worden. Während vier verschiedene DJs auflegten, hatte Hans-Joachim Strohbach die Kirche und die angrenzenden Häuser in ein heimeliges Licht getaucht.
„Ein super Event“, war die einhellige Meinung auch am Tag danach, „es war ein Kracher“ – und daher wird es die „Xmas-Party“ auch im nächsten Jahr wieder geben. „Da werden wir dann einiges noch besser machen“, verspricht Thomas Schulte.

 

20 Jahre festliche Tradition

Der „Kleine Weihnachtsmarkt“ lockte in die Gemeinde



20 Jahre lang gibt es den „Kleinen Weihnachtsmarkt“ in der reformierten Gemeinde. (Foto: AS)

(Ro./AS) Er ist aus dem vorweihnachtlichen Geschehen in Ronsdorf schon gar nicht mehr wegzudenken: Der „Kleine Weihnachtsmarkt“ in der Evangelisch-reformierten Gemeinde. In diesem Jahr fand er bereits zum 20. Mal statt. Dabei war es wieder eine gelungene Mischung aus Bewährtem und Neuem, die auf die Besucher wartete.  Bei den kleinen Gästen stand beispielsweise das Ponyreiten rund um die Kirche hoch im Kurs; aber auch das Bilderbuchkino im Gemeindezentrum war gut frequentiert.
Hier wurden Geschichten wie „Dornröschen“ und die Räubergeschichte „Der Mond muss weg“, „Das kleine Gespenst“ und „Die kleine Hexe“ gezeigt. Für die Erwachsenen gab es viel zu sehen – Kunsthandwerk, Holzarbeiten, Krippen, Glaskunst und Schmuck fanden ihre Käufer. Beim gemütlichen Beisammensein im großen Gemeindesaal gab es neben Kaffee und Kuchen noch das Neueste aus der Nachbarschaft. Stimmungsvoll gestaltete sich die „Happy Hour“ am Glühweinstand.
Gute und liebgewonnene Tradition des „Kleinen Weihnachtsmarktes“ ist es geworden, dass der Erlös aus der Veranstaltung karitativen Zwecken zugeleitet wird. In diesem Jahr werden ein Schulprojekt in Nicaragua, ein Verein in Nepal, ein Projekt in Sierra Leone, Kirchengemeinden in Rumänien und die Behindertenwerkstatt in der Scheidtstraße unterstützt. Mit diesem Hintergedanken hielt es die Besucher in diesem Jahr besonders lange in der Budenstadt und im Gemeindezentrum, während ein würziger Duft von Bratwurst und Glühwein über dem Kirchhof hing und weitere Gäste anlockte.

 

Festliche Musik zum Advent

Weihnachtliches Konzert der BTV-Gesangabteilung



Simone Bönschen-Müller ditigiert den Chor des BTV Ronsdorf-Graben. (Foto: PK)

(Ro./PK) Das Adventskonzert der Gesangabteilung des BTV Ronsdorf-Graben ist eine schöne Tradition. Der Chor singt Weihnachtliches und lädt sich hochkarätige musikalische Gäste ein. Ein abwechslungsreiches Programm ist so immer sichergestellt.
Das war am Nachmittag des 2. Dezember nicht anders. Unter der wie immer temperamentvollen Leitung von Simone Bönschen-Müller sang der Ronsdorfer Chor Kompositionen von Robert Stolz, Gus Anton und Werner Twardy (D. Monrou). Der Klang der zum größten Teil nicht mehr sehr jungen Sänger ist noch immer kraftvoll und engagiert.
Das diesjährige Adventskonzert stand unter dem Motto „Weihnachten bin ich zu Haus“, einem Lied, das durch Roy Black bekannt wurde.
Der Gospelchor Lucky Tones – durch eine Erkältungswelle leicht dezimiert –  brachte mit „Going To Bethlehem“ und „Still A Bach Christmas“ temperamentvolle Töne mit. Es gab großen Applaus in der nicht völlig ausverkauften Kirche der Freien evangelischen Gemeinde. Auch das Medley aus Leonard Bernsteins Westside-Story überzeugte.
Die Mezzosopranistin Julia Nikolajczyk bewegte das zahlreiche Publikum vor allem mit ihrem selbst komponierten Lied „Christman Time Is On The Way“ und dem von Irving Berlin geschriebenen „White Christmas“. Pianist Thorsten Schäffer glänzte in zwei Solobeiträgen mit leichter Jazz-Harmonik.
Mit „O heil’ge Nacht“ endete das diesjährige Adventskonzert des BTV Graben. Neuauflage im kommenden Jahr dringend erwünscht.

 

Nikoläuse in Klausen

„Schlawiner“ sorgten für Überraschung



(Lü.) Klausen ist ein ganz besonderer Stadtbezirk – sagen zumindest die Bewohner dort. Dass das so ist, zeigte sich am Nikolausabend: 16 Mitarbeiter und Freunde der Jugendhilfe „Die Schlawiner“ stellten am späten Abend wieder über 1.600 kleine Päckchen vor die Haus- und Wohnungstüren im Bezirk – seit 1996 schon gibt es diese Nikolausaktion. Nicht nur Kinder, sondern vor allem auch alleinlebende ältere Menschen, warten am Nikolausabend voller Sehnsucht auf diese kleine Aufmerksamkeit. Am Nikolausabend setzten sich die Helfer ihre roten Mützen auf, bekamen von Stadtteilmanagerin Laura Rodriges Tüten und Straßen zugeteilt und dann ging es in die Nacht. (Foto: NeK)